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6 (1894) Geschichte der Juden vom Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027) bis Maimunis Tod
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Rückkehr der Zwangstäuflinge.

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lichkeit, in Judenhaß und Judenverfolgung eins waren. Da balddarauf die Nachricht einlief, daß die 200000 Wallbrüdcr unterEmmerich und Hermann zum großen Theil ein schmähliches Endegefunden, die Meisten von den Ungarn erschlagen wurden, und dieFührer schmachbedeckt mit dem geringen zerlumpten Rest nach Deutsch-land zurückkehrten, so betrachteten es Christen und Inden in gleicherWeise als ein gerechtes Strafgericht Gottes. Inzwischen war KaiserHeinrich IV. aus Italien zurückgekehrt, sprach bei der Nachricht vonden Gräuelthaten der Wallbrüder gegen die Juden seinen Abscheu da-rüber aus und gestattete auf Verwendung des Gemeindevorstehersvon Speier, Mose Ben-Gnthiel, den gewaltsam Getauften zumJudenthum zurückzukehren. Dies war eine Freudenbotschaft für denRest der Juden in Deutschland. Die Getauften säumten nicht, vondieser Freiheit Gebrauch zu machen und die Maske des Christenthnmsabzuwerfen (1097). Nur Micha von Trier, der seiner Gemeindedas Beispiel des Abfalls gegeben, blieb dem Christenthum trennstDamit waren nun die Vertreter der Kirche keineswegs zufrieden.Selbst der vom Kaiser gehaltene Papst Clemens III. rügte die Mensch-lichkeit des Kaisers, weil sie gegen die Lehre der Kirche verstieß.Wirhaben gehört", schrieb derselbe an Heinrich IV.daß den getauftenJuden gestattet worden ist, von der Kirche abzufallen. Es ist diesesetwas Unerhörtes und Sündhaftes, und wir fordern dich und alleunsere Brüder auf, Sorge dafür zu tragen, daß das Sakrament derKirche nicht an den Juden geschändet werdet". Aber der Kaiserkehrte sich wenig an den unheiligen Eifer der Geistlichkeit. Weitentfernt den Juden die Rückkehr zu ihrer Religion zu verbieten,leitete er sogar eine Untersuchung gegen die Verwandten des Erz-bischofs Rnthard von Mainz ein wegen des Raubes an den Güternder jüdischen Gemeinde. Die Juden von Mainz hatten nämlich beimKaiser Klage geführt, daß Emmerich von Leiningen und seine Ver-wandten im Einverständniß mit dem Erzbischof sich ihre Schätze, diesie im erzbischöflichen Palast niedergelegt hatten, angeeignct hätten.Aber keiner der Angeklagtem erschien der Aufforderung gemäß, sichzu vertheidigen. Ruthard, der kein gutes Gewissen hatte, beschämendeEntdeckungen fürchtete und ohnehin beim Kaiser nicht am besten an-geschrieben war, entfloh gar nach Erfurt. Darauf zog der Kaiser die

st Ossts, llrsviroruin in Histoirs äs lliorrerius I. prsuvss p. 40. Vonder Rückkehr der getauften Juden sprechen fast sännntliche Chroniken des erstenKreuzzuges.

2) Väslrisus Labsubsr^snsis soäsx spistols.ru.in. dlo. 170.