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6 (1894) Geschichte der Juden vom Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027) bis Maimunis Tod
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Alfonso VI. und die Juden.

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den Beschluß der großen Kirchenversammlung von Rom und um dasHandschreiben des Papstes und behielt seine jüdischen Räthe. Erging gerade damals mit dem Plaue um, das Königreich Toledo zuerobern. Um ihn auszuführen, mußte er den Beherrscher desselbenvon den glaubens- und stammgenössischeu Nachbarfürsten trennen undsich deren Neutralität oder gar Mithilfe bei der Eroberung versichern.Dazu brauchte er aber seine jüdischen Diplomaten und konnte nichtdaran denken, die Zumnthungen des Papstes zu befriedigen. Durchein Bündniß mit dem edlen und tapfern König von Sevilla Al-Mutamed Jbn-Abbad, das sicherlich durch jüdische Agenten zu Standegebracht worden war, eroberte Alfonso die alte und bedeutendeStadt Toledo (1085), das erste Bollwerk der spanischen Mohammedanergegen die anstürmende Macht der Christen. Der Sieger von Toledosicherte den Juden dieser Stadt und des dazu gehörigen Gebietesalle die Freiheiten zu, die sie unter den mohammedanischen Regentengenossen hatten. Der letzte unglückliche mohammedanische König vonToledo, Jachja Alkader, der nach Valencia auswandern mußte, hatteeinen jüdischen Vertrauten in seiner Umgebung, der ihm über denTod hinaus treu blieb ^), während ihn seine nächsten stammgenössischenFreunde verriethen.

Alfonso begnügte sich nicht mit dem Besitze Toledo's, das wiederzur Hauptstadt des Landes erhoben wurde, sondern wollte die Un-einigkeit und Eifersüchtelei der mohammedanischen Fürsten benutzen,um weitere Eroberungen zu machen. Zunächst hatte er es aus dasGebiet des Königs von Sevilla, seines Bundesgenossen, abgesehen, demauch Cordova zugefallen war. Er ließ mit einem Male die Maskeder Freundschaft fallen und stellte Forderungen an Al-Mutammed, vondenen er voraussetzen konnte, daß dieser edle Fürst ehrenhalber nichtdarauf eingehen werde. Mit der gefahrvollen Sendung, dem König vonSevilla die Augen zu öffnen und ihm gegenüber fest und heraus-fordernd aufzutreten, betraute Alfonso seinen jüdischen StaatsdienerIsaak Jbn-Schalbib, der den Auftrag hatte, keine Rücksicht der Höf-lichkeit walten zu lassen. Fünfhundert christliche Ritter begleitetenden jüdischen Botschafter Alfonso's an den Hof von Sevilla, umseinem Auftreten Nachdruck zu geben. Dieser Auftrag kosteteJbn-Schalbib das Leben. Er führte nämlich im Sinne seinesHerrn eine so feste Sprache, und bestand so unbeugsam auf der ihmzugewiesenen Forderung, daß Al-Mntammed in einen so heftigen Zorngerieth, daß er das Gesandtenrecht verletzte, Jbn-Schalbib tödten

st Quelle bei Oo^, Rsollsrobss I. 5lt>.