G'ikatilla.und Jbu-Balani.
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1100') Der erstere, ein Jünger Jbn-G'anach's, folgte in der Er-klärung der heiligen Schrift ganz der freien Richtung seines Meisters.Einige Psalmen versetzte Jbn-G'ikatilla in spätere Zeit^), währendin jüdischen und christlichen Kreisen damals die Meinung vorherrschte,daß der ganze Psalter von dem königlichen Sänger gedichtet wordensei. Auf die massoretische Versabtheilnng gab er nicht mehr alsSaadia und zog den Schluß eines Verses zum folgenden gegen diemassoretische Ordnung^). Von seinen exegetischen Leistungen, dienicht unbedeutend waren, sind indeß nur kurze Bruchstücke erhalten.Auch seine grammatische Arbeit über den Geschlechtsgebrauch derhebräischen Hauptwörter^) ist nicht mehr vorhanden. Mose Jbn-G'ikatilla verließ Cordova und ließ sich in Saragossa nieder, wo ervon einem jüdischen Gönner Namens Samuel mit Ehren behandeltwurde. Ans den Wunsch von dessen Sohn Isaak, dem Jbn-G'ika-tilla viel Lob spendete, übersetzte er Chajug's grammatische Werke insHebräische, weil die nordspanischen Inden größtentheils des Arabischenunkundig waren 5).
Sein Zeitgenosse und literarischer Gegner Jehuda Jbn-Balam, der in Sevilla lebte, verräth weniger Geist und Selbst-ständigkeit. Er behauptete die Autorität der Massora und schriebzwei Werke über massoretische Regeln. Er hinterließ grammatischeSchriften und auch einen Commentar zum Pentateuch. Obwohl Jbn-Balam sich mehr an das Hergebrachte ancklammerte, so konnte er sich
st Das Zeitalter dieser beiden Exegeten ist im Allgemeinen bekannt. Siewaren Zeitgenossen und polsmisirten gegen einander. Jbn-Balam giebt selbstan, daß er Zeitgenosse von Isaak Jbn-Giat war (Derenburg in Geiger'sZeitschrift V. 408 Note) und daß er einen Jünger des Joseph Jbn-Nagrelagesprochen hat (Ollaiu? II. 61). Neuerdings giebt I. Derenburg das Jahr 1020als wahrscheinliches Geburtsjahr Jbn-Balam's, jedenfalls aber als äußersteGrenze an. (Rsvus äss illuäss.juivss K VII. p. 176).st Jbn-Esra zu Ps. 42.st Derselbe 2aob.ob gegen Ende,st Note 1 II.
st Man nimmt gewöhnlich an, daß M. Jbn-G'ikatilla nach Frankreichausgewandert sei. Dem steht aber entgegen, daß Mose Jbn-Esra von ihm er-zählt: er stammte aus Cordova und wohnte in Saragossa. In der Ein-leitung zu Chajug Werken sagt er, daß die meisten ranr das Arabischenicht verstehen. Also doch Einige! Ist das denkbar? Dozy hat aber nach-gewiesen, daß die Araber Katalonien und Nordspanien überhaupt 2 H-l?ranA(Frankreich) nannten, weil es ehemals eine Provinz desselben war (Rsobsrsbsssur Nstsz^oirs st, 1a littsraturs äs l'üspaAns). In diesem „spanischenFrankreich" lebte nun sicherlich Jbn-G'ikatilla, und dessen Einwohner nennter osir . Heber seine Schriften Ewald und Dukes Beiträge II, III.