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Geschichte der Juden.
Einsicht für die beste halten; die Haßerfüllten, welche Liebe auf denLippen tragen. Im Eingänge bemerkt er, er sei überzeugt, daß Feindeund Neider seine Schrift als günstige Gelegenheit benützen werden, ihn zuverfolgen. Er wolle sich aber dadurch nicht hindern und ihren Ueber-muth ruhig über sich ergehen lassen. „Mögen sie mich dafür hassen,daß ich das Gute erstrebe." Jbn-G'ebirol hielt es für nöthig zu ver-sichern, daß die Untersuchung aus seinem Geiste entsprungen sei, under sich keines andern dabei bedient habe. Kurz das Schriftchen scheinteine Herausforderung gegen einige Saragossaner zu sein, welche seineGegner waren. Was Jbn-G'ebirol gefürchtet hatte, traf bald ein;er wurde aus Saragossa von einflußreichen Männern, die gegen ihnerbittert waren, ausgewiesen (nach 1045^), gewiß durch angeseheneGemeindeglicder. Dafür brandmarkte er die Stadt als ein zweitesGomorrha in einem schwermüthigeu, herzzerreißenden Klageliede, dasein Nothschrei der Verzweiflung in schönen Rythmen ist. Wohin ersich darauf gewendet hat, ist nicht bekannt. Der unglückliche jungeDichter war so trostlos, daß er im Unmuthe sich vorsetzte, Spanienganz den Rücken zu kehren und nach Egypten, Palästina und Baby-lonien auszuwandern ^). Er ermuthigt in einem Gedichte seine Seelezu dem Entschlüsse, den Staub Spaniens abzuschütteln. Er rief sichdas Beispiel der Patriarchen und des größten Propheten in Er-innerung, welche ihr Geburtsland verließen und auf Wanderungengingen. Apostrophisch redete er Spanien an:
„Wehe dir, Land meiner Feinds,
Ich Hab' kein Theil an dir,
Magst Freud' du oder Leid erfahren/").
Er führte indessen diesen Entschluß nicht aus, sondern wandertein Spanien umher, erfuhr wirkliches oder eingebildetes Mißgeschick,klagte über die Unbeständigkeit der Zeit und seiner Freunde undbrachte seine Klagen wieder in schön gegossene Verse:
„Scheltet mich nicht ob meiner reichen Thronen,
Ohne sie war' mein Herz verkohlt.
Meine Wanderungen haben die Kraft mir gelähmt.
Eine Fliege könnte mich mit einem Arme tragen."
U Salomo Bonfied, mitgetheilt in Edelmann's Oibrs lübsksr: S 21 undan andern Stellen. Vergl. die Notiz von Mose Jbn-Esra bei Munk a. a. Op. 264. H Zobirs Lobslorao Nr. 2, S. 6. Graetz, das. S. 47, 9.
Lolürs Lollsloww das. Nr. 2. Graetz das.
Das. Nr. 29. Von seinen Wanderungen spricht auch das Gedicht Nr. 46,s im Hebräischen ebenso schön wie unübersetzbar ist:
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