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Geschichte der Juden.
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und bemächtigte sich seiner Schätze (1039). Jachja's Günstlingewurden von dem Verschwörer nicht verschont, und auch Jekutiel Jbn-Alhassan scheint zur selben Zeit von einem traurigen Loose betroffenworden zn sein. Er wurde gefesselt und dann von Uebelthätern er-schlagen. Die Trauer um den tragischen Tod des gefeierten Jekutielwar in Nordspanien groß. Die Dichter wetteiferten, sein Grab mitden Blumengewinden der Poesie zu schmücken. Jbn-G'ebirol's Schmerzwar grenzenlos, und sein Klagelied auf seinen Wohlthäter ist wahr-haft erschütternd, aber auch Muster schwungvoller Poesie. Das Gedichtvon mehr als zweihundert schöngeformten Versen ist ein Ehrendeukmalfür den Verblichenen wie für den Sänger. Schon der erste Versdrückt tiefsinnig den ganzen Werth Jekutiel's ans, und der Dichterhätte zu seinem Preise nichts hinzuzufügen brauchen:
„Jekutiel's Leben ist abgelaufen.
So sind denn auch die Himmel vergänglich!'")
Jbn-G'ebirol's Schmerz um den Hingerichteten Gönner war umso aufrichtiger, als er ihm ganz besonders gestorben war. DerHalt, den Jekutiel der Verlassenheit des jungen Dichters gegeben hatte,war entschwunden. Er klagt darum:
„Lasset mich weinen, sehet mich nicht an,
Fraget nicht, warum meine Lippen beben.
Von meinem Haupte ist der Schatten gewichen,
Jekutiel ist hin, der die Schwachen mit Kraft gerüstet."
Die düstere Stimmung bemächtigte sich seit diesem tragischenVorfälle von neuem seines Gemüthes. Er sah Alles Grau in Grau,beklagte sich über Verkennung, über Verrath von Seiten seiner Freunde,über Verfolgung. Mit der den auserwählteu Dichtern eigenen selbst-quälerischen Empfindlichkeit drückte er sich den Pfeil des Schmerzesin die eigene Brust, sah sich überall von Feinden umgeben, von Neidernverkleinert. Seine Poetischen Erzeugnisse seit dieser Zeit tragen wiederden Trauerflor. Was aber Andere niedergebeugt hätte, das gab ihmnoch mehr Schwungkraft) er näherte sich jetzt erst dem Höhepunktseiner poetischen und literarischen Größe. Das Versemachen warihm so leicht, daß er im neunzehnten Jahre (1040) eine hebräischeGrammatik mit allen trockenen Regeln in vierhundert Versen ans-arbeitete und sich dabei die Fesseln akrostichischer Künsteleien undeines Reimes auflegte, der sich mit demselben Klange durch die ganzeVersreihe hiudurchzieht. (^.naü.) Im Eingänge zu diesem Lehrgedichte
Alles hier dargestellts findet sich in den 8olrirs Lolislorao und GraetzBlumcnlese S.-ll f. Uebrigens stammen sicherlich nicht sämmtliche Elegien aufJekutiel von Jbn-G'ebirol.