Zweites L
Zeitalter des Jbn-Nagrcla und Jbn-G'ebirol's.
(Fortsetzung.)
Jbn-G'ebirol, sein Leben, Charakter, seine Lieder und seine Philosophie. DerStaatsmann Jekutiel Jbn-Hassan. Bachja (Bechaja) und seine Moral-philosophie. — Der Bibelkritiker Jizchaki Jbn-Jasus. Der Dichter Josephb. Chasdai. Tod des Samuel Jbn-Nagrela. Sein Sohn Joseph, seinCharakter und sein tragisches Ende. Der jüdische Staatsmann und DichterAbu-Fadhl b. Chasdai. Jbn-G'ebirol's Tod. — Die französischen unddeutschen Gemeinden; Joseph Tob Elem, die Brüder Menahem b. Chelbound Simon Kara. R. Mose aus Narbonne. Die lothringischen Weisen.Die Wormser Synagoge. Jacob b. Jakar, Isaak Halevi und Isaak b.Jehuda. Das Buch Zerubabel. Die Juden in Böhmen und Polen. DieKartier.
1027 - 1070.
Eine ganz ideale Erscheinung, eine reich begabte Persönlichkeit,lieblicher Dichter und zugleich tiefsinniger Denker war Salomonb. Jehuda Jbn-G'ebirol, oder wie sein Name nach arabischerUmlantung klang: Abu-Ajub Sulaiman Jbn-Jachja (geb.um 1021 st. 1070 Jeder Zoll an ihm war Sang und Gedanke,und Alles, was nicht mit Poesie und Philosophie im Zusammenhangsteht, erschien ihm kleinlich und nichtig. „Fliehend die irdischen Tinge,weihte Jbn-G'ebirol seine Seele, welche sich von der Befleckungniedriger Wünsche erhoben hatte, ganz den geistigen Interessen. Jüngerals seine gelehrten Zeitgenossen übertraf er sie durch die Anmuihseines Wortes" ^). Obwohl uns der Himmelsflug seines originellenGeistes und die Ergüsse seines warmen Herzens vollständig erschlossensind, so herrscht doch noch über seinen Lebensgang tiefes Dunkel, undman ist bei der Darstellung einer Persönlichkeit, an der jeder Schrittinteressant ist, auf Muthmaßungen angewiesen. Sein Vater Jehuda,der in Cordova gewohnt, scheint während der Kriegsunrnhen zugleichmit Samuel Jbn-Nagrela nach Malaga ausgewandert zu sein. Indiesem Orte wurde das dichterische und philosophische Genie des Jahr-
lieber das Biographische vergl. Note 3 II. Die christlichen Scholastikerhaben seinen Namen in Avicebrol und Avicebron verstümmelt.
2) Mose Jbn-Esra bei Munk UslsmAss S. 263.