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6 (1894) Geschichte der Juden vom Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027) bis Maimunis Tod
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Samuel Nagid.

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waren für den jüngeren Sohn Balkin (oder Bologgin*). Einekleinere Partei und darunter auch Samuel wünschten den älterenSohn, Namens Badis zum Nachfolger. Schon war die zahlreicherePartei bereit, Balkin zu huldigen, als dieser selbst zu Gunsten seinesälteren Bruders abdankte. Badis wurde König (October 1037), undSamuel behielt nicht nur seine bisherige Stellung, sondern war derThat nach König von Granada, da sich der den Lüsten ergebeneBadis noch weniger als sein Vater um Regierungsgeschäfte kümmerte.Später bereute Balkin seine Großmuth gegen seinen Bruder undlegte dessen Regierung Hindernisse in den Weg. Badis gab in Folgedessen Balkin's Leibarzt einen Wink, ihm während einer Krankheitkeine Arzneimittel zu reichen, was seinen Tod herbeiführte. Nachdessen Tode blieben Badis' Regierung und Jbn-Nagrela's Stellungunangefochten. Balkin's Anhänger mußten Granada verlassen, darunterauch die drei eben genannten Juden. Sie wanderten nach Sevillaaus und wurden freundlich von dem dortigen Könige, dem AbbadidenMohammed Algafer ausgenommen, der ein Gegner des Königsvon Granada war. Einer der drei Flüchtigen, Joseph Jbn-Migasch I.,von dem König von Sevilla zu einem hohen Posten erhoben^), wurdeder Ahn eines bedeutenden Mannes. Das Glück oder Gottes Beistandwendete von Jbn-Nagrela eine höchst drohende Gefahr ab, dieüber seinemHaupte und den Gemeinden des Fürstenthums Granada schwebte. Umsich gegen die feindliche arabische Bevölkerung und deren Häupter inSevilla und Cordova zu halten, mußte sich der berberische Fürst mitdem sklavonischen Fürsten Zohair verbinden, welcher sich des Gebietesvon Almeria am Meer bemächtigt hatte. Dieses Bündniß sollte nachHabus' Tod mit seinem Nachfolger Badis erneuert werden. ZohairsMinister Jbn-Abbas, ein hochmüthiger und fanatischer Mohamme-daner, suchte es aber zu vereiteln, so lange der jüdische Minister SamuelBadis' Rathgeber bliebe. Jbn-Abbas und sein Gesinnungsgenosse Jbn-Bekanna, Statthalter von Malaga, arbeiteten gemeinschaftlich aufSamuels Sturz hin, zuerst mit Verleumdung bei Badis und, als diesefehlschlng, mit Herausforderung. Zohair traf Plötzlich mit seinemMinister und zahlreichem Gefolge in Granada ein, stellte freche,harte Bedingungen für die Erneuerung des Bündnisses und verlangtein erster Linie Samuels Entfernung vom Amte. Wäre Badis darauf

') cts Klans, Munk und Dozy sprechen nach Jbn-Khaldun dm NamenBologgin aus. Gayangos weist aber nach, iin seiner lristor^ ok tlls ina-llomsts-n ä^nastiss II), daß diese Aussprache falsch ist. Auch Abr. Jbn-Daud's Orthographie spricht für dis Aussprache Balkin.

Abraham Jbn-Daud.