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6 (1894) Geschichte der Juden vom Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027) bis Maimunis Tod
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Hat Gaon.

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thun und die Nciturordnung aufzuheben, wodurch wären dann diePropheten bevorzugt gewesen?" - so lautete seine Antwort. EinigeAutoritäten haben sogar behauptet, daß nicht einmal fromme Männer,wie die Talmudisten, Wunder zn thun vermocht hätten. Denn dieMacht, in den Naturgesetzen zeitweise eine Störung hervorznbringen,habe die Gottheit nur den Propheten eingeränmt, damit sie sich da-durch als wahre Gottgesandte bewähren könnten. Wenn nun jederFromme dasselbe zu thun vermöchte, und wenn ihrer gar sehr vielewären, so würden sie das Wunderbare zn einer ganz gewöhnlichenErscheinung machen, es zu einer Alltäglichkeit Herabdrücken, und dieBewegung der Sonne von West nach Ost würde nicht mehr Eindruckmachen als die umgekehrte oder gewöhnliche Bewegung, kurz dasWunder hörte dann ans, Wunder zu sein. Es sei sogar sündhaft,bemerkt R. Hai, sich des Gottesnamens zum Zwecke der Wnnder-thuerei zu bedienen. Er machte sich ferner in diesem Sendschreibenlustig über das vorgebliche Sichunsichtbarmachen vermittelst desGottesnamens; das sei ebenso unmöglich wie lächerlich. Die Erzäh-lungen, ans welche sich die Fragesteller beriefen, daß der GaonR. National, den Raum überspringend, von Babylonien nach Frank-reich gewissermaßen geflogen sei, erklärte er für erfunden und voneinem Betrüger ausgesprengt. In seiner Gegend selbst wisse mandavon nichts. Man erzählte sich zwar, daß der Gaon R. Mose sichmit Amuleten und Beschwörungen abgegeben; aber Einiges davonhalte er für erlogen und Anderes sei auf Rechnung des Umstandeszu setzen, daß dieser R. Mose in Sura gelebt hat, wo wegen derNähe des alten Babylon dergleichen Aberglauben sich aus dem Alter-thume fortgepflanzt haben mochte; Pumbadita dagegen, das entferntvon jenem Ursitze des Wahnglaubens ist, sei ganz frei von solchenVorstellungen. R. Hal warnte endlich die Kairuaner, solchem Wahn-gebilde Raum zu geben; es sei in diesen Dingen viel Zweifel undwenig Wahrheit, undein Thor ist, der alles gläubig aunimmt" Z.

In demselben Sinne sprach er sich auch über einen anderenAberglauben aus. Er wurde angefragt, warum man im Anfänge derastronomischen Jahreszeiten sich scheue, Wasser zu trinken. DiePersonen, welche diese Frage an ihn richteten, erwarteten vielleichteine mystische Auskunft. Er aber erwiderte: Es sei ein lächerlicherBrauch, um den Beginn der Jahreszeiten nicht mit Wassergenuß,sondern mit etwas Schmackhaftem einzuleiten,ich aber sage, süß istdas Jahr des Arbeiters, sei es viel oder wenig, er genießt es" fl.

fl Note 2.

fl Ibii-Usia. IgZsrst lla-Lallabbat scl lüvorno x. LI b.

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