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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Note 23.

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gänzen 2121p: der Erfinder der Vocalzeichen. Diese Tradition trägt ihre

Wahrheit in sich durch die allereinfachste Motivirung:Weil das Lesen desvorallosen hebräischen Textes inuner schwerer wurde, erfand Mose (aus Susa?)die Vocalpunkte". Darum erhielt er auch den Namender Punktator".Die Frage über die Entstehung der hebräischen Vocalzeichen, welche dem He-braisten so viel Kopfzerbrechen gemacht hat, wäre hiermit gelöst. Dis Kritikmuhte sich bisher mit der Antwort begnügen, da weder der Talmud, noch dermit der hebräischen Bibelliteratur vertraute Kirchenvater Hieronymus dis ge-ringste Andeutung über Vocalzeichen geben, so sind diese erst in der nachtal-umdischen Zeit eingeführt worden. Aber warum hat sich kein Zeugnis; überdie erste, Epoche machende Einführung derselben erhalten? Das quälte dieKritik. Jetzt haben wir das gewünschte Zeugniß. Das Thema über diehebräischen Vocal- und Accentzeichen hat aber seit dem Jahre 1840 eine großeAusdehnung erhalten. Früher kannte man nur das übliche Zeichensystem undhatte keine Ahnung davon, daß es noch ein anderes giebt. Da fand Firkowitzhebräische Bibelmanuscripte nach einem ganz abweichenden System. Dis Vocal-zeichen haben andere Figuren und stehen durchweg oberhalb der Buch-staben, die Accentzeichen sind ebenfalls anders gestaltet. Pinner hat davon(in seinem Prospectus) ein ganzes Facsimile gegeben. Bisher sind nur zweiExemplare mit solchen Zeichen bekannt; eines derselben, die letzten Prophetenumfassend, vom Jahre 916 (bei Pinner beschrieben S. >8 Nr. 3 ). Wir kennendemnach jetzt zweierlei Systeme, das übliche, in welchem die Vocalzeichenunterhalb stehen (mit Ausnahme des - und -) und das neuentdeckte mitanderen Figuren und der Stellung oberhalb. Wir wollen sie der Kürze-w>gendas Ilntersystem und Obersystem nennen. Aus einer Notiz in einem Penta-teuchcodex mit Targum (in der Bibliothek von Parma) erfahren wir, daß dasObersystem das Assyrische und das Untersystem das Tiberiensischegenannt wurde: : 222:2 pnp: rn 21:2.2 2?nn 2-2222 21.22 1-0021 21:22 2p L'2122>22 '222 zrn '2 12S21 212'N P2S 21 PI 2 .2pp2b 2 P11:2 .2221 222 PIN 2 N21.2 2L'N

pribr»22 IIP Pi: IL'N NI.2 (?) «2"M 2N222 2'22 '22 bni!2L' '22 >2:ip:n!2 2NN2 '22

'2222 21p:b 1N2N 1.22121 ;ip:2 P122' 22 22N2 '22 P21222 22>2 sr:::2 P2N2 (mit-getheilt von Luzzatto in 22p nw'b.i x, 24 vergl. cis Lasst Ooäioss mairu-sorixti Nr. 12 ). Nathan b. Machir war ein Zeitgenosse Raschi's vergl. Ls-sxonsuru Raschi (in Goldberg's Sammlung 2>:2^:r 2'->in S. 1 ). Ihre Namenhaben beide Systeme wohl von dem Lande, wo sie erfunden worden, das einein Assyrien (Susa?) das andere in Tiberias. Von dem tiberiensischenSystem, welches das jetzt übliche ist, wissen wir, daß die Kartier Mocha undsein Sohn Mose?) die Massoreten, es eingeführt haben um 780 800 :2.2-21P12 pn.2 22N2' 'M22'22 21p: >:p.2!2 >2L'N '2 N21 (.1212 l.) NNN '2 22 ( 0 . S. 457 ),Nissi b. Noach spricht aber von Zeichen der Babylonier: 2-np: qiimbi2P:e- 'L>1S2 2'22'1 212221 2-2P-2 P12L1 (bei Pinsk. T. 38 ). Das 2p:r- '2-:n 21p:ist wahrscheinlich identisch mit dem -nr-s 21p:. Nissi b. Noach scheint beide ge-kannt und dem babylonischen vor dem assyrischen System den Vorzug gegebenzu haben. Es scheint aber- noch ein drittes System gegeben zu haben,wenigstens was die Accentzeichen betrifft. Denn das Machsor Vitry «circa1100 ) spricht von einem üblichen, einem palästinensischen und einem 21p:

i) sVergl. dagegen Frankels Monatsschrift Jhrg. 1876 S. 480 ; Jhrg. 1881S. 403 , wo .im« '21 2L'2 '2 als Fälschungen erklärt werden; ferner S. 348 u.395 über die Anfänge der Vokalzcichen (H)j.