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Geschichte der Juden.
Darauf folgt ein Bericht über die Niederlassung der Juden in der Krimin, be-ginnend mit den Worten: irm .nii-v .uim> 'm
(abgedruckt Orient 1. e. Nr. 2t, S. 162, Zion I. 135 und Pinner Prospectusder Manuscripte der Odessaer Gesellschast, Odessa 1845 S. 6).
Jedes Wort dieser Urkunde trägt den Stempel der Echtheitan sich, daß die Chazaren ursprünglich Proselyten waren, daß Boten imJahre 986 in Religionsangelegenheit von Kiew gekommen sind,und zwar Boten des Fürsten von Rußland und Moskwa: iLM sni uw':.Tie Worte sind einem Bibelverse entlehnt (Ezechiel 39, 1). Auch die Arabernennen die Russen ou-> (vergl. Frähn Jbn-Foßlan). Die Stadt »riouo ist Ta<mataracha, Tlnobarastan, das alte I'UnnoZoris., jetzt Taman. Dortwohnten längst griechische Juden, hatten die Zeitrechnung nach Weltjahreu, wiein Palästina (und nicht die seleucidische Aera, wie in Babylonien), und etwanach der dort üblichen Aera bestimmte der Reisende Abraham b. Simcha dasJahr, in welchem er von dem Chazarensürsten David ausgesandt wurde, umalte Bibelexemplare zu kaufen. Tie Stadt die Heimath des SendbotenAbraham, und wahrscheinlich auch die Hauptstadt des Chazarensürsten Daviv,ist in der Nähe von Matracha das alte Bosporus, jetzt Kertsch (vergl. PiuskcrIstknls Text S. 17 Anm. I). Wir haben also zwei von einander unabhängigeZeugnisse über die Fortdauer eines, wenn auch kleinen jüdischen Chazaren-staates nach Swaloslaw's Siegen. Noch ein dritter Zeuge kann zugezogenwerden. Abraham b. Daud erzählt im Jahre 1161: Er selbst habe in Spaniendie Nachkommen jener Chazaren gesehen, die dahin gekommen waren, und daßder Rest derselben in ihrem Lande dem Nabbanismus zugethan waren: -lom
c.-mr N'U't — mron ri? 1-O (2«1!2 7 ) 2 ) rrbll
LN'-EL- Wahrscheinlich sind vornehme Chazaren nach dem
Untergang ihres Reiches in der Krimm durch Mietislaw und Basilius II. erst1616 nach Spanien entflohen.
Wir haben bis jetzt den einen Thcil der Urkunde des Abraham b. Simchaoder die chazarische Seite in Betracht gezogen und ihn bewährt gefunden; aberauch das Uebrige darin enthält nichts Verfängliches. Abraham kam nach Js-fahan, um alle Bibelexemplare aufzukaufen, hörte, daß in Susa (oder Schuster)ein altes Peutateuchexemplar vorhanden ist, reiste dahin, ließ es sich zeigen,fand darin zum Schlüsse eure Reisebeschreibung des Jehuda Magihah —dessen Vater die hebräischen Vocale erfunden — und wollte es an sich kaufen.Da es aber die Susancr Juden nicht veräußern mochten, so copirte er sich dieNeisebeschreibung. Er fleht zuletzt Gott um glückliche Heimkehr an. DiesesSilles scheint ebenso echt zu sein, wie der erste Theil von den Gesandten desrussischen Fürsten historisch documentirt ist. Der Theil aber, welcher mit denWorten beginnt: .-nrr- p >m, trägt das Gepräge der Uuechtheit
an der Stirne und ist von einem Karäer späterer Zeit zur Mystifikation hinzu-gefügt worden.
II.
Ein Punkt in dieser Urkunde ist von hoher Wichtigkeit: Die Erfindungder hebräischen Vocalzeichen. Sie sagt aus: „Der Vater des Je-huda Magihah, mit Namen Mose der Punktator, war der erste Er-finder, um für dis Jünger das Lesen der heiligen Schrift zu er-leichtern" bp.vh niw.u nr'v vau 2 > (;v:V Mn) mpnm
rn>>:b a-wt-hnh. Zum Subst. muß man nothwendig er-