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Geschichte der Juden.
Schriften hat er wohl in Irak oder Bagdad verfaßt, nachdem er sich praktischmit der talmudischen Jurisprudenz beschäftigt hat.
ä) Eine liturgische Agenda in arabischer Sprache i'ipo 'i 1112 handschriftlichin der Bodleiana. Er giebt darin Gebete und Pijutstücke an. Seine eigenenliturgischen Compositionen sind ebenfalls darin enthalten (vergl. darüber FrankensMonatsschr. Jahrg. 1859 , S. 407 ). Mohammed Jbn-Jschak nennt diese arabischgeschriebene Agenda Saadia's: p'niwini nniirin °,i2npn 2nn2 ( 1 . v.) „Einleitungzu den Gebeten und Gesetze" (darüber). Diese Agenda scheint er in Babylonienzusammengestellt zu haben, da sie vom babylonischen Ritus genaue Kunde giebt.
s) n über Kalenderberechnung. Auch dieses Werk kennt Mohammedb. I. unter dem Titel: n'innin in: ii2p°?n anno; es scheint also ebenfalls inarabischer Sprache verfaßt gewesen zu sein, wie denn überhaupt der größte Lheilseiner literarischen Produktionen arabisch waren. Nach Luzzatto's Untersuchung(Orient. Jahrg. 1851 x. 101 f.) ist Saadia der Erfinder des Verfahrens, diejüdische Kalenderbcrechnung durch Annahme von sieben verschiedenen Jahres-sormen zu erleichtern, pn? i'ipo 211 2'ipv i. Wahrscheinlich war dieses Ver-fahren in dem ii2pi>n 2ni2 auseinandergesetzt.
t) iL'n p °?p 1121211. Daß er gegen einen der Begründer der Massorapolemisirt hat, erfahren wir aus einem Citat bei Dunasch b. Labrat in seinenAngriffen auf Saadia's Exegese bei der Etymologie des Wortes niw°?n. S. be-hauptet das n gehöre zum Stamme; Dun<Uch's Worte lauten: ini (i'ipo) ,i2>pi
mini ybn ybn :12N1 12'N ;2 ip 2'2112- 'ei ,11P'P2 Nil '2 ni'vino 12N.
Ueber Ben-Ascher (s. weiter Note 23 II, — f.).
Z) nun p ip 112121, von Jbn-Esra citirt, (s. o. S. 461 ).
II.
Chiwi Albalchi oder Alkalbi, gegen den Saadia polemisirt hat, warwie schon Rapoport richtig aufgestellt hat (Biographie Note 31 ), kein Karäer,sondern ein rabbanitischer Ketzer, oder richtiger der erste consequente Bibelkritiker.Das ergiebt sich aus einer Notiz bei Salmon b. Jerucham, der ebenfalls gegenihn polemisirt hat. Aus dieser Notiz und aus einem Citate bei Saadia könnenwir die Kritik Chiwi's gegen die Göttlichkeit der heiligen Schrift ihrem Umfangenach erkennen. Aus einem Citate <o. S. 460 ) ergiebt sich, daß Chivi 200 Ein-würfe gegen die Bibel gemacht, darunter den, warum denn Gott die Engel ver-lassen und seinen Wohnsitz (im Tempel) unter den Menschen aufgeschlagen hat:2'2N°?21 nii iiio oiipi 21p 12I .iiipei 2 >in 2 12 2122 1222 ' 2 l 2 in >rn i 2 n nunlip :;i 2 °?i ,iio i'ioi in >np 2222 i'i 22 ii . 2'N22,1 2 in 22 P2 11122; 22 >i 1121 owiiui12N1 I'NI — ll'ups yin 1,2 11N 1V'N2 P22,1 w 122N 2'2112 '2N°!2i> 12 p 12 PIN 1'N
0'2211 1» lim N °1 22 N 2 . Salmon b. Jerucham erwähnt einen andern EinwurfChiwi's. „Wozu hat Gott Opfer vorgeschrieben, da er sich nicht nährt, wozuSchaubrode, da er nicht speist, wozu Lampen, da er keine Beleuchtung braucht(Commentar zu Kohelet 7 , 10, citirt und übersetzt von Pinsker a. a. O. TextS. 28): 21112 1112 121 12 N 1 I 2 P 2 2 "n NI , 12°1 2"1 , 12 °? 12NN1 , 1111,1 ' 21 P 2 1)111 n°?12121 2N°?2 2"1 12°1 PI) 11'N 2N 11121P1 N112P2 2"N 12°?1 12N' °?N 1,1°?^2' '2°?21 >11112N1 12 11P21 2'22N1 vbp I2'2,1 1221 111N1 t>2p' Ni LN 11112 2"1 12°?1 °?2N> N°) 2N
°:'22i nn ib. Diese zwei Einwürfe erwähnt Saadia in seinen Emunot (III. 10 )unter den zwölf, welche man der Göttlichkeit der Bibel entgegensetzt, und suchtsie zu widerlegen. Man ist dadurch zum Schlüsse berechtigt, daß zehn von dendort aufgeführten zwölf Punkten aus den zwei Hundert ausgewählt sind, welche