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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Note 20.

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Saadia. Nehmen wir an, daß Ben-Jerucham, als er sich i">r nannte, zwischen30 und 35 Jahren stand, so schrieb er die Polemik 915 920. Innerhalb dieserZeit hatte also Saadia die Uebersetzung und den Commentar zum Pentateuchangefertigt, aber nicht später, da er (wie weiter entwickelt werden wird) im Jahre925 bereits eine Replik gegen seine karäischen Gegner und zwar gegen Ben-Jerucham geschrieben hat. Jedenfalls gehören seine exegetischen Werke noch demegyptischen Lebensabschnitte an, da er außer dem Pent.-Commentar auch den zuJesaia im Commentar zu Jezirah und den zu Hiob in der Einl. zu Lrnuüoberwähnt ^).

3) Saadia schrieb seine grammatischen und lexikalischen Werke (die voll-ständig aufgezählt sind Orient. Litbl Jahrg. 1849 S. 684 f.) wohl nicht langenach seinen exegetischen Schriften, weil sie den Schlüssel zu seiner Uebersetzungs-weise liefern sollten. Einige derselben erwähnt Saadia selbst in seinem Com-mentar zu Jezirah, und da er diesen Commentar schon in den Urmanob er-wähnt, dieses Werk aber im Jahre 934 verfaßte (wovon weiter unten), so sinddie grammatischen Schriften jedenfalls vor seiner Gaonatszeit abgefaßt.

4) Eben so hat S. seine Asharot, vertheilt auf den Dekalog: nii.ii»

pu, .-oipo noch in Egypten gedichtet; denn er beruft sich darauf ebenfallsim Commentar zu Jezirah. Diese Asharot nach dem Dekalog sind jetzt gedrucktin dem Sammelwerke o>,'», 'i' iwpv poip. I. Rosenberg, Berlin 1850. DieIdentität derselben mit den von Saadia selbst citirten hat Or. M. Sachs nach-gewiesen (das. S. 85j. Hingegen ist es falsch, diese Asharot mit der von Mo-hammed Jbn-Jschak ihm vindicirten Schrift p'»ir^» :»n-, wie Wunderbarbehauptet (Orient. Litbl. Jahrg. 1847, S. 487 s.) zu identificiren. Denn da disAsharot hebräisch sind, so konnte sie der Mohammedaner nicht kennen. Er führtnur die von Saadia arabisch geschriebenen Werke auf. Eben so wenig sind dieAsharot mit der saadianischen Schrift zu identificiren, deren Titel Munk gefundenhat: (p».i) ", 1'lpo 1,011 1,1V !pi»n "i'rvoi» p'»iv>i» 'ip VU'P'U 2»N2

(Plotios p. 15). Hebräische Verse können nicht eine arabische Ueberschriftgehabt haben. Der Inhalt dieser Schrift bleibt noch problematisch, o»'pi»bedeutet Folgerung.

5) Die talmudische Abhandlung über . 11 , nirii führt Saadia ebenfalls inseinem Jezirah-Commentar an . 11 , nirv p,xo i,»ie 1221 , sie gehört mithin eben-falls dem egyptischen Lebensabschnitte an. Da nun diese Abhandlung, wieNapoport vermuthet, nur einen Theil eines großen Werkes über mvi i»vivgebildet hat (Biographie Note 19), so gehört dieses ganze Werk derselben Zeitan. Saadia muß auch noch andere talmudische Schriften in Fajum verfaßt

9 Von Saadia's Uebersetzung sind jetzt bekannt die vom Pentateuch, vonJesaia, Psalmen und Hiob. Diese führt auch der arabische LiterarhistorikerMohammed Jbn-Jschak in seinem Pärisb ul-kälum (um 988) auf mit denWorten: iwon 2 »n 2 (?) nie» »^2 »po, ">i»nn1» i'osn 2 »n 2 , »'pv'» iwsn 2 »n 221'» 2»N2 I'OSN 2»N2 op 11»1 1121 1'OLN 1.11 N2,i>» vergl. äs 8as^ OUrssbo-watUis arsBs I. 357 f). Mohammed nennt aber auch Saadia's Uebersetzungder Sprüche mit den Worten: ii»i n» 2 i» iwrn 2 »nr; äs Laez- weiß nicht,was dieses bedeuten soll. Man muß aber dazu ergänzen: n»i p», und -» 21 »bedeuten die Sprüche Salomon's, des Sohnes David's. Daß Saadia dieSprüche und überhaupt den größten Theil der Bibel übersetzt hat, sagt Bachja(in > 11221.1 11211 ). Vergl. Napoport: Saadia's Biographie Note 33 und 41,v'v'ip in, S. 5, Note 1 und S. 25. lieber i»"nv»i» 2 ».i 2 bei demselben weiterunten.