Note 20.
führten auch autzerbabylonische Talmudkundige, wie z. B. Isaak b. Joseph, fürden der Bibekcodex mit dem oberen Vokalsystem geschrieben wurde im Jahre 917(ikinnsr xrosxsutms S. 26 f.): ip» Hp, c,ov nmi gnpr: .v,
smp uo ini ->on. Der Gaon Mar-Amram schickte seine Gebetsordnung
nach Spanien an pp 22 mmi nno
xmp (Orient. Litbl. 1847 S. 29l).
Wäre Eldad in Babylonien gewesen, so hätten ihn die Schnlhäupter gesehen,Zemach Gaon hörte aber nur ans der zweiten Hand Nachrichten über ihn. —Als es mir zur Gewißheit wurde, daß Eldad ein verkappter Kartier war, hatteich Jehuda b. Komisch ebenfalls in Verdacht des Karäismus, zumal ihn dieKaräer in Citaten und Verzeichnissen zu ihren Autoritäten zählen. Den Verdachtbegründete ein Ausdruck in der von Goldberg und Bargss herausgegebenen Ab-handlung von Ben-Koraisch, indem er von von p.in (S. 43 unten) spricht,
eins Phrase, die nur ein Karäer gebrauchen konnte. Nun hat Pinsker ein langesFragment von b. Komisch veröffentlicht (S. 67 ff.), wo dieser gegen den Tal-mud polemisirt; (vergl. das. S. 179 ff.). War nun Ben-Koraisch unstreitig einKaräer, so ist das Talmudgünstige in seinen Schriften offenbar spätere Inter-polation, wie denn ohnehin manches Stück in dem edirten Lisalsb verdächtigerscheint.
^ 20 .
Das Chronologische in Saadia's Leben «nd Schriften.
Saadia ist einer der fruchtbarsten Schriftsteller in der jüdischen Literatur.4 Seine Produktionen umfassen Exegetisches (im weitern Sinne), Polemisches,
1 Talmudisches, Philosophisches, Grammatisches (im weiteren Sinne),
k Poetisches und Kalendarisches. Obwohl in jüngster Zeit viel über Saadia
) geschrieben worden, von Napoport, Munk, Dukes, Geiger, Ewald, Fürst, so ver-
> mißt man noch immer einen vollständigen Ueberblick über den ganzen Umfang
s seiner schriftstellerischen Thätigkeit. Die chronologische Reihenfolge seiner Schriften
ist noch nicht einmal in Angriff genommen worden. Hier soll der Versuch gemachtk werden.
i Wenn Abraham Jbn-Daud in seiner Chronographie angiebt, Saadia habe
! seine sämmtlichsn Schriften während seiner Amtsentsetzung in Sura und zwar
k in der Verborgenheit verfaßt: imeo i>r (mipo ">) irn so kann Nichts
f falscher sein. Denn aus dem Commsntar des Dunasch b. Tamim zu Jezirah
1 erfahren wir, daß Saadia schon Manches geschrieben hatte, ehe er nach Sura
k berufen war: pmi'p .vpii'.p wo mm o'vpe (n'ipo >-> »rnr)
^ (rum) cin'rr )'pp mm nnip'n nivrn« 'i
.v: 2 > mir'? io '7 omu .-umr: m .v>.m inm oie:. Es muß also
untersucht werden, welche Schriften Saadia in Fajum, und welche er in Baby-lonien versaht hat.
1) Die Erstlingsschrift i) Saadia's scheint die Widerlegung gegen Anan ge-wesen zu sein: pp '7p rxor. Denn Abr. Jbn-Esra cilirt in seiner Schrift7°>oo mv' (Ns. der Seminarbibliothek) einen Vers aus einem Lobgedichte aufSaadia, daß derselbe zu 23 Jahren gegen Anan geschrieben: omr-p > 12^2 p wnomv-. -w'p -> 2 '.': pp rwp 7D.17. Von dieser Widerlegungsschrift gegen Anan sprichtaußer Jephet auch Salmon b. Jerucham in seiner Polemik gegen Saadia: rn
! ^) Vgl. soll, Geigsr's Zeitschrift L S. 255.