Druckschrift 
5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
Entstehung
Seite
452
Einzelbild herunterladen
 

452

Geschichte der Juden.

Jerusalem vorgenommen werden (Baschjazi): oip-ii» 12: iu-> 2:2b u'i 12:2 i,p2:(Abweichend Israel der Westländer). Daher Frauen, Betrunkene, Un-reine den Akt untauglich machen; ebenso wenn er ohne Segen-sprechung ausgeführt wird. Zweitens soll das Schlachten zum Zweckehaben, das Blut vollständig ausfließen zu lassen, sonst würde das Blut in denMuskeln bleiben: 212:1 ^1:12 211 urv aii'1222 'ob 2220 -i n'12 n'i 12-1212-ii -12m s>ov 211 nurin u'.n i2'i22 12:212 'M12. Daher halten es die Ka-räer hier für unerläßlich, daß neben der Speise- und Luftröhre auch die Blut-gefäße am Halse (2'i'i:> durchgeschnitten werden. Belege aus karäischen Schriftenheranzubringen ist überflüssig; Fachmännern ist das bekannt. Dieser Punktwird in dem Ritual Eldad's stark betont: ein Schlachten gegen die Vorschriftbewirkt, daß das Blut, statt auszuströmen, sich innerhalb des Thieres sammelt;der Genuß desselben käme demnach dem Genießen des Blutes gleich: 112 112,112: 1221 i22 211 lii: 111U 1212 12'12 '10 1p (bei Goldberg 1 . o. XU);2'121 ii:i:i ip-22 i:: ;i2 uro 2112 pi-:i2 -2 pi ?i2i 12-12 121:11 ip i2ni -21211 Up- ui: 011 -1-: i2 212 112'11 (das. XXI.). Auch die Thierkrankheitenbei Elvad (iwi2 -i) weichen zum Theil vom Talmud ab. Kurz, es ist nicht zuverkennen, daß Eldad ein Karäer war. Wenn Eldad behauptete, daß die Da-niten einen hebräischen Talmud besäßen, daß darin keine Controverse vorkomme,und daß darin Alles traditionell auf Josua, auf Mose und Gott unmittelbarzurückgeführt werde: ui 221 2:2 w 1-212 ::-u: ipiirv 2i:pi pwiv 2ii2 iwiii-22 P 2 :i- -22 ::i 2 i g 2 I 2 ii irr 2 - 12 M 1 - uiu H 2 iii -i >-22 ui: 1:221 -ip 2211:2:1 -22 122: so hatte er es offenbar darauf abgesehen, den rabbanitischenTalmud in den Augen der Rabbaniten zu diskreditiren. Daher ist es erklär-lich, daß die Kairuaner und R' Isaak und R' Simcha, die ihn gesprochen,darüber erstaunt waren, daß Manches, das er ihnen mittheilte, mit dem Tal-mud übereinstimme, Manches wieder davon abwiche: :p222 0-221 ui 1122 : 12p -i;.1P,222 :-i2 V1212 2-121 :-i: -:ii liiu -i :ui2 1122 u:2i: 12 p pip- u:2i ;2(21-1212 l.) u-1212 p:is:2 :-i ;ipp2i ::i>2 2-221 -1212 pui:. Dennoch ließen sichRabbaniten von ihm mystificiren. Der Gaon Zemach entschuldigt Eldad, daßseine Abenteuer sein Gedächtnis; geschwächt, und er darum Vieles vergessenhätte: 1111 11:2: :-ip 112x2 :-i:ip 2:12 r>-iii: ::2 iiiu2 pm iir ::-u2 i2ii 2-1lliun i:p2i. R' Chananel ließ sich von ihm täuschen und nahm Einigesvon ihm auf (vergl. Goldberg I. o. XXI. aus einem bodleianischen Codex).Spätere citiren die iui2- piu iioii, '"u i:oii oder vielleicht P211- i2u iwiides Eldad Hadani als eine wichtige Halachaquelle, und nur ihr richtiger Taktsträubte sich gegen Aufnahme der Eldadschen Fictionen (Tossafot zu ChulinAns. und Mei'r Rothenburg Nssx. 193 ). In Spanien scheint Eldad übrigenseine andere Traditionskette geschmiedet zu habenim Namen Othniel's",der es von Josua rc. vernommen (Chasda: Sendschreiben an den Chazaren-könig): p-2>i- >L2 i:p up p iu-:ip 12m .111 12 i2ii2 (;i 222-2 2>u) 2:iii 112x21.11:221 w2 1L-2 >22. Die Karäer scheinen es gefühlt zu haben, daß Eldad Fleischvon ihrem Fleische war, indem er angab, daß der Rest der Stämme jenseits desSabbationflusses den Talmud nicht kenne und kein festes Kalendersystem habe(Jehuda Hadassi LsoHstol Nr. 61 ): P-222O ii:i 12x2 pi:2- '222- i22 2-2:u ipipPP12 i-2i P22-1 U12:: 1:2-2 >i2 in 11:12 (21) 211 Iiiu 1L22 2i2ii> ui: 212 mp'1'p:i. Mit einem Worte, es ist kein Zweifel daran, daß Eldad ein verkappterKaräer war, der nur deswegen Rabbauitisches unter Karäisches gemischt hat,um die Rabbaniten nicht vor den Kopf zu stoßen. Möglich, daß er selbst einsolches eklektisches Bekenntnitz hatte.