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Geschichte der Juden.
änderungen sind wir vollends im Dunkeln. Es lassen sich nur einige Momenteaus zerstreuten Notizen darüber zusammenstellen:
a. Der Festkalender. Er machte den Monatsänfang vom Erscheinender jungen Mondsichel und das Schaltjahr von dem Stande der Ernte gegenFrühlingsanfang abhängig. Makrizi, der aus Maßudi schöpfte und dieser wieder-um aus karäischen Angaben, führt diese Neuerung geradezu auf Ana» zurück(bei äs 8ae^, Oftisstornabliiö arads "I. I. Text 108 , Uebers. 301 nach äs8ao^'s Uebersetzung): ?arrni Iss pratiguss äans IssgusIIss 11 (^.nan)8'sloiZiis.ib äs 1'usuAS äss snits, starb esils gui oonesrns 1'axxaribion äs1a nonvslls Inns. — II ns s'srndarrassaib ansnnsrnsnb ü gusl sonr äs 1assrnains toindaib 1 a nsornsnis. II ns laisaib xoivb nsags äs ealenls,<zns suivaisnb Iss Naddanitss sb äs Isnr nranisrs ä'inbsrsalsr Iss rnois— il 'odssrvs.it z>onr tairs 1'inbsroalabion ä'sntrs rsZIs <zns sslls ä'sxa-rninsr 1 'ötab äs 1 'orAS: pm fts sis-sp) 22npsi. Aus einem apolo-
getischen Passus des Salmon b. Jerucham geht ebenfalls hervor, das; schonAnan das karäische Kalenderwesen nach der Neumondphase eingeführt hat (inder Polemik gegen Saadia Alphabet L. 21 ): «p'2bn: w,22" rn>2 ri>si2 sip2 >pp:
w 22>2 p p2'w "> o.: wssn- nw ):p 'n 22'p man. Die Mittheilung
über den Ursprung des Streits zwischen Anan und seinem Bruder Chananjaum das Exilarchat (in 02212: bei Pinsker S. 103 ) läßt Anan das
Wort vor dem Chalifen führen und die Differenz zwischen ihm und seinemBruder in das Kalenderwesen setzen: iwp: pown.i i>p ms 21 m (pp) 12s: nne:
p.nvu owsm: nim bp uwrm 2'2 S122 ibvn: . rwsi iwp: 21 m man bp mm n:s:p,i
w nrnnn Eben so Tobia im Namen Saadia's (das. S. 95 ): 8si^> .im:
i:: pp 12p: nim ni V-n: isp2L» 2:2^2 22P2' ip p. Man darf also alsgewiß annehmen, daß Anan den von Hillel II. eingeführten festen Kalenderverworfen hat. Aber auch hierbei ging er nicht auf die Bibel, sondern auf
die mischnartische Zeit zurück, wie sich denn auch die späteren Karäer, zur
Rechtfertigung ihres Standpunktes, auf die Mischnah berufen. Es war dem-nach keine Neuerung, sondern nur die Reaktivirung einer früher bestandenenOrdnung. Es war aber noch weniger eine Verbesserung, da ein schwankenderFestkalender gegen einen festen ein schlechter Tausch ist. — Daß in Folge dessenAnan auch den zweiten Feiertag aufgehoben hat, versteht sich von selbst. InPalästina wurde er von den Talmudanhüngern nicht einmal für das Neujahrgefeiert, wie aus R' Nissim's Anfrage an R' Hai hervorgeht (in Lsrsodis's2:S2 zu.lom-lod. I.): 'wv umis ins 228 >s2 'i 2282 2M2 M 12b .-ftsrw s22u
sis l'VLIN PS2> .2 Np Np 2'S'i WS Si2 ll'2' 22- 2-L>2 L'Si por:n bsi2'' Pis
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1 ). Das Wochensest. Sicherlich stammt die Neuerung des Karäiswusdas Wochenfest 50 Tage vom Sabbat nach dem ersten Passahtage zu feiern,von Anan her, obwohl Zeugnisse darüber fehlen, da sämmtliche Karäer daranfesthalten. Uebrigens ist das der einzige Punkt, den der Karäismus mit demSadducäismus gemein hat.
o. Die verschärfte Sabbatstrenge. Bekanntlich läßt der Karäismusim Punkte der strengen Sabbatseier den Talmud und sogar die späteren Er-schwerer weit hinter sich zurück. Es muß also ermittelt werden, in wie weitAnan dabei betheiligt ist. Wir haben darüber Zeugnisse, daß er der Urheberder Sabbatstrenge war. Er gab nämlich von dem pentateuchischen Verse, be-treffend das Ruhen am Sabbat, eine wunderliche Erklärung, daß man sich inner-halb der Stadt und ihres Weichbildes von 2000 Ellen im Geviert nur bewegen