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Geschichte der Juden.
Welche Regeln hat er zur Auslegung der Schrift aufgestellt? Es scheint, daßer neben den grammatischen und lexikalischen Hilfsmitteln auch die meistenJnterpretati on sregeln des R'Jsma el (1112 ".n) adoptirthat. Dieser,bisher ganz übersehene Punkt geht deutlich aus Mose Baschjazi's Abhandlung überdie genannten Jnterpretationsregeln hervor (in seinem o'i8n .1122 Lls.). Er giebtan, daß sich Anan mit der Regel der Folgerung (12m 8,2), der Wort-und Sinnanalogie und andern Regeln einverstanden erklärthat. Ich gebe die Stellen in extenso: (12111 8p) isini rar- 8"i pp '1 12N pi
82 11127 ! 121 12 2M .non 12 12.11 1821 n8 112 12 111p 21121 12S2> 122 '1!2N1122 11121 111' N'IL! 12PP non 10L' (S. 16 s,). In Betreff der Wortanalogiecitirt Baschjazi eine lange Stelle von Anan, worin derselbe nachweist, daß dielevitischen Reinheitsgesetze in der Gegenwart keine Verbindlichkeit mehr haben,indem sie nur für die Dauer des Tempel- und Opfsrcultusbestandes gegebenwurden: 21121 Ipiri PU 828 11111 NM N21 21.12 8"! 11821 L-N1 IIP '1 12s11121 181p 12 . 0 !N 11'1 NN! 2 ',V 0 L'N 111.1 NN! non 0 !N 01 111.281 i8ip8 11111 NN!
IM PNI 11812 182211 2!1 N!0 nnvio gn 1822111 IIP 11812 2'2".P IM PN 1 P 1 -I 1 'P11
1.221 1>2121 P1211 1121 nrn NN'üloo n8n 12 1N22 2"1 ich 0!N0N1 . 211'.22>2 2'2"1
1121 NLN L '1 pn 11811 P2121 — .00 I'i8i 21112 '2 1X221 182211 10 Ilx 1822112!x8u> 11812 n>o 1X22 p 00 .182211 10 2'22! '1'2 218,11 :8x 1822112' 1221 1'2'2 P12 XI!111 '2 181! 112' (das.) Hier haben wir deutlich die Wortanalogie(n!V 1111). M. Baschjazi erwähnt auch, daß Anan eins dritte Regel, den Lehr-satz aus einem Verse adoptirt hat: >21x1 nch pp Nn 1211 pi nx 21122 on P122.Zum Schlüsse bemerkt Baschjazi, daß die Karäer elf von den Jnterpretations-regeln R' Jsmaels adoptirten: i2>p 11x11 ,no 12111 111112' o'wixi ii'2-p 282
212 112221 (das. 20 s): Daraus scheint hervorzugehen, daß sich auch Anan mit
den elf Regeln einverstanven erklärt hat. Jephet b. Ali und Sahal Abulsarisprechen von den 13 Regeln, wie von etwas, das auch im Karäismus Geltunghat. Vergl. des Letzteren Sendschreiben (bei Pinsker 28): 122p 8p 0288 n8 -01112 "2'2 1L1N IN nr> 182 8821 8p 0288 on >o Nü'. Vergl. das. 26 und überJephet das. 23 die polemischen Gedichte. Auch Hadaisi (in dessen isoi 8ornNr. 174 sf) behandelt in seiner consusen Art die Gültigkeit der 13 Jnterprs-tationsregeln: 18112 guxo ivx nioi 18x1 — 10102 "i' 111.11 01022 122p '8>oevoi.002 2'P121 .— 112> 11'!12 1028' UPI — .12111 8p2 2'128.21 2'12l8 UN 2X1218801 2021 8802 '1 rinn 11X'22 '1 .112 '8'222 '0002 112812 118 HP 12121 .— — '0.002 — .20202! 712 n8n 8800 PNI —. 2021 8822 .12 '8'22'2 1212 11281 121 —
1212 "1 112 2121 8p ^212 8821 IN 12p 8821 2122 1 112 . 2X P122 '!
12 11280 '2 112 — 121 X2' 122'p 8p 1288 n8 '2 12N1 8821 )2 Xü'1 8822 1'12'21^212 21P121 '2 21122 2'11121 P2 1 112 - 2'211'1 8o2 X'l! gl8l 12 PX2 1^21P11
.1122 n8r> 111N21 21P122 "X' 112 — 111N2 111N211. Die übrigen zwei Regelnsind agadischer Natur. Sie scheinen demnach in karäischem Kreise noch vorHadassi, wahrscheinlich von Anan, angewendet worden zu sein.
Indem Anan die alten Jnterpretationsregeln adoptirte, kehrte er hier-mit nicht zur Bibel, sondern zum Standpunkt der Mischnai'tenoder ältern Tana'lm zurück. Wie diese, ehe die Mischnah mit der Autoritäteines unfehlbaren Gesetzbuches bekleidet war, frei und selbstständig das Bibel-wort deuteten, den Umfang und die Gültigkeit der pentateuchischen Gesetze be-stimmten, so sollte es noch sort freistehen zu interpretiren. Anan zerschlug alsonur die Fessel der Autorität, wollte die Unterordnung unter die Norm 12812182 '1212 beseitigen. Daß dadurch das Judenthum zusammengehalten und vorZerfahrenheit geschützt wurde, verkannte Anan. Ihm lag daran, die Gesetzaus-