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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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417
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->21'-^» .NSSS »LL SN»1 7W»NS 'S >'LO »LI »NS'tl ps»s;sb» 'S '-V N'S 'S. lDieAlten pflegten den Neumond aufzusuchen szur Bestimmung der Feiertages, inBezug worauf Saadia behauptet, daß dies in Folge fder Opposition) desZaddok und des Boethos geschehen sei; indeß die Schriften der Saddu-eäer sind allgemein bekannt und man findet in ihnen nichts von dem,was er vorbringt, denn die Schriften Zaddok's sprechen wohl vondessen Streitigkeiten mit den Rabbaniten zur Zeit des zweiten Tempels überOpfer und andere Dinge, nicht aber ist da eine einzige Silbe zu finden überden Punkt, dessen Saadia gedenkt?')

Da diese Zeugnisse als polemische Argumente gegen den Rabbanismusgebraucht werden, so ist es höchst unwahrscheinlich, daß die ganze Sache mitder Zaddok'schsn Schrift (oder den Schriften) rein erfunden sein soll, wo dochdie Gegner mit einem einfachen nnu iso 'rm die Kartier entwaffnen konnten.Am wenigsten ist eine einfache Erfindung von Seiten Kirkisani's, nach demganzen Charakter deiner litterarischen Thätükeit zu urtheilen, anzunehmen. Vieleher wird sich die Sache so gestaltet haben, daß die schwachen Ueberreste derSadductier, welche nach der Zerstörung Jerusalems im Geheimen hinsiechtcn(woraus mehrere rabbinische und karäische Berichte Hinweisen), zur Zeit dergroßen Sectenbewegung im Orient überhaupt und im Judenthume insbesondere;VII.VIII. Jahrhundert) sich ebenfalls aufrafften und mit einer polemischenSchrift (oder mit Schriften) gegen ihre alten pharisäischen Gegner hervortraten,welche Schrift entweder noch dem Alterthume angshört hatte, oder nachalten Traditionen neu abgefaßt, jedenfalls aber dem Stifter des Sadducäismuszugeschrieben wurde. Diese Schrift diente denn auch den ersten Karäern alsQuelle für die sadducäischen Meinungen, welche sie sich ungeeignet haben, wieauch als Waffe gegen den Nabbanismus.

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Das Fundament also und die Grundzüge des neuen Schisma, insofernes von der Mutterreligion abwich, gewährte der Sadducäismus; aber auchandere jüdi'che Secten lieferten Materialien zum Aufbau des Karäerthums.Tie uns jetzt bekannten waren: die Jsuniten oder Jsawiten (arabisch.n'iO'p, n'Ziv'p) und die Judghaniten (n-mtsr). Der Stifter der erstenwar n'isip -O'p >s», der 60 70 vor Anan aufgetreten war. Obwohl vonniedriger Herkunft und ganz unwissend er war Schneider und verstandweder zu lesen noch zu schreiben soll er dennoch mehrere Schriften ver-öffentlicht haben, was von seinen Anhängern als Wunder betrachtet wurde,und nach dem Beispiele der damaligen mohammedanischen Sectenführer ver-einigte er mit geistlichen Funktionen auch politische Lhätigkeit, indem er sichals Propheten und Messias ausgab, der persönlich von Gott den Auftrag er-halten habe, die jüdische Nation aus dem Exil zu befreien und ihre politischeSelbständigkeit herzustellen. Er wollte sein Ziel mit den Waffen in der Handerkämpfen, indem er an der Spitze eines Heeres non 10 000 Gläubigen dieMuhammedaner (wie es scheint in Ispäh an) zur Schlacht herausforderte,wurde aber besiegt und erschlagen. Seine Parteigänger behaupteten aber, daßer nicht erschlagen, sondern in einer Höhle verborgen lebe, um nochmals zuerscheinen und seine göttliche Mission zu vollziehen. Sein Anhang, der sehrzahlreich war, ist, wie es scheint, ganz im Karäerthum aufgegangen, da Ananden Jsawiten Concessionen machte und so manches von ihren Lehrmeinungen insein System aufnahm, unter Anderem wahrscheinlich auch das Sndducäerthum

Gra etz, Geschichte der Juden. V. 27