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Geschichte der Juden.
b. Tabbai und Simon b. Sch etach und ihre Genossen. Zu ihrer Zeit entstandder Ursprung der karäischen Lehre in Folge einer Collision zwischen den Weisenund Jannai u. s. w. shier folgt der talmudische Bericht aus LiääusoUiii 88 s,.über Janai's Antheil an den Streitigkeiten der Pharisäer und Saddncäers bisSimon b. Schetach mit allen seinen Schülern aus Alexandrien zurückkehrteund die Ueberlieferung ihre frühere Geltung bekam. Aber die Ansichten derKaräer hatten bereits Wurzel gefaßt bei Leuten, welche die mündliche Lehrenegirten und vermeintliche Beweise erfanden, wie du es bei ihnen noch jetztsiehst"). Man sieht hieraus, daß auch nach Jehuda Halewi's Ansicht dasKaräerthum im Sadducäismus wurzelt, obwohl er sich des Unterschiedeszwischen beiden Serien klar bewußt ist, wie aus dem weiteren Contexte erhellt.
0) Dieselbe Ansicht theilt auch der Historiker Abraham Jbn-Daud, der im
niipn -wo von Anan berichtet: opim illpe- ip oimr.i ibibi: n'an pin inn w.Manche Codd. haben zwar o'vQn statt dies ändert aber an der Sache
nichts, denn gemeint sind doch jedenfalls die sadducäischen Ketzer, da sie schonvor der Tempelzerstörung existirt haben.
ä) Abraham Jbn-Esra nennt gewöhnlich die Karäer o'pnr, manchmal ab-wechselnd
s) Ebenso drückt sich SamuelJbn-G'ami aus: pnx onmn min
u. s. w. MIIIP beip: IL'M 2 'PVI . 120 b ounn 01 PV 1 'I>llin UV o-N'ii
N '2 bp nrn 01 2 MVN 2 'LUN Miln 0 . 1 'INN non (Pinsker II, 155; vergl.ibiä. I. 13). Auch in den arabisch abgefaßten Schlachtregeln, die wahrscheinlich dem-selben Autor angehören, heißt es: pibn oni on>i.i ;rn
oono puor,' (die Sadducäer und Boethasäer und ihre Anhänger, d. h. die-jenigen, welche mit dem Namen Karäer bezeichnet werden — Geigsr's jüdischeZeitschrift, I. 241).
1) Endlich schließt sich auch Maimonides dieser Ansicht an, indem er im
Commentar zu Abot (I, 3) ausdrücklich sagt: ow o-i-oio UV orn.n ,-nb v.unon no innb niinn.i .iivi.n m-ni: u. s. w. bbon po mrn om'o UV.i oe>: inn.n
NNIN mornmr' MM u. s. w. 2'010'ii ll'pirr o'Qin.n 0M1P1 N1NN Ni IiinbiiVN an: ll'oin'a: o'vonn brn oniLVi omip i"i mxinn ibna mi^n
Diese Zeugnisse aus der älteren jüdischen Literatur, die sich wohl ver-mehren lassen, sind keineswegs leicht hinwegzudeuten, wie es Rapoport thunwill (bei Kaempf, Nichtandal. Poesie II., 24V), dem übrigens nur ein Theildieser Zeugnisse damals bekannt war. Der einzige Punkt, worin Rapoportdort unbedingt Recht hat, ist der Nachweis, daß in der NiseUiis, LlsAÜIa(IV, 8) omipn zii eine späte Korrektur ist für das ursprüngliche o-piix in. -Schon der Umstand, daß keine einzige ältere rabbinische Quelle dem AnanSelbständigkeit zuschreibt und daß er immer als Restaurator des alten Saddu-cäerthums charakterisirt wird — verleihet den oben angeführten Zeugnissenbesondere Kraft.
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Wenn wir von der rabbinischen Literatur zur karäischen übergehen, sofinden wir, daß dis ältesten Schriftsteller entweder ebenfalls deutlich ihre Seelemit dem Sadducäismus identificiren, oder sie lassen wenigstens diese Thatsachedurchbliüen. Erst die Späteren, seit Saad Jbn-Mansur (Ende des XIII. Jahrh.),suchen die Identität beider Secten zu leugnen in Anbetracht ihrer Verschieden-