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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

October 75 V. Das >sii' ;ip:2w '11 11110: ist demnach, so vielbekannt, das älteste Schriftdenkmal aus der gaonärschen Zeit unddie älteste mystische Schrift. Sämmtliche Messianologien derspätern Zeit,nicht blos die mystischen, sondern auch die quasi raticnalistischen, wie dieSaadia's und Hät's, haben von unserer Apokalypse Elemente ausgenommen.Es ist daher wichtig zu erkennen, wie der Apokalyptiker und mit ihm seine Zeit-genossen sich das Eintreffen der messianischen Zeit gedacht haben. I) Nachdemder freche König drei Monate regiert haben wird, wird Edom (Byzanz) überIsrael 9 Monate herrschen. Der Vers, erwartete also damals eine EroberungPalästinas von Seiten der Byzantiner. Der byzantinische Kaiser ConstantinusKopronymos, in fortwährenden Reibungen mit den Bilderverehrern, der Geist-lichkeit und den Bulgaren, dachte wohl schwerlich daran, Palästina wieder zuerobern; aber der Apokalyptiker folgerte dies nicht aus den Thatsachen, sondernaus der agadischen Auslegung eines Verses im Propheten Micha ( 5 , 2 ): Gottwird sie, die Israeliten, preisgebsn bis eine Gebärerin gebären wird (9 Monate).

2 ) Dann wird der messianische Vorläufer, der Messias aus dem StammeJoseph oder Ephraim (-100 p n), auftreten, der die Israeliten nach Jerusalemführen, den Tempel erbauen, den Opfercultus wiederherstellen wird. 3 ) Daraufwird der Antimessias erscheinen unter dem Namen Armilaos. Diese Figurist in den messianischen Schilderungen stehend geworden. Da er hier zumersten Mal eingesührt wird, so ist es nicht überflüssig, die Schilderung wieder-zugeben, zumal sie als Kriterium zur Beurtheilung der einschlägigen Literaturdienen kann. Armilaos hat einen Kahlkopf, einen Aussatz an derStirne, kleine Augen und ein taubes Ohr. Er ist der Sohn desSatans und des Steines ^): 11:2p i-:-pi 11,2 sin oisi'2is i:2w> pwi-stn iivp-i1:2110 1:1s ii> .12' 1212 ans ii> 121' os: 1111s i'^s:2wn 1-2110 i-:r>' i:isi 11222 ipiriS22S11 s:-- 2 Oi 1'12 S 1 .NI 1111s INS IN 12:2 1P1 ans ch 121' 1S1 . Wenn Hitzig(im Commentar zum Daniel) behauptet bat, der Kaiser Casus Caligula habeals Modell zu Armilaos' Bild gesessen, weil jener als armillabus in xustli-

*) Der Zug, daß Armilaos der Sohn des Satans und desSteines ist, beruht auf einer eigentümlichen Sage. Sie erzählt, es gebe inRom einen Marmorstein von jungfräulicher Gestalt: w-w iw ps '-2112 w'w 112sns- 11p: 1,21 (so in mehreren messianischen Arokalypsen). Dieser Stein ist eineGeburt von der Tochter des Kaisers Liberias. Der judenfeindliche BischofAgobard klagt die Juden folgender Lügenhaftigkeit gegen Christus an:sxirswa, vero, proxtsr plurs, rasuciaoia aoorrsabuirr (Lürristurn) T^bsiiisuäioüs, irr oaiasi-sru rstrusurri, so quoci trlras Ipsius (oui sirrs viro wra. 8 -ouii xarbuna xroraissrab) Is-piäis oonospiuru. irrtulsrib (äs soräuroissupsrstitioiriiius. Ls.ln.2 p. 77 ). Ter Stein ist also eine Geburt vonLiberias Tochter, durch magische Mittel zur Welt gekommen. Rom und dasChristenthum haben Antheil daran. Armilaos, als Erzeugnis; von Satan unddem Steine, ist entstanden durch die Kreuzung von Rom, Christenthum undSatan. Es ist also System in diesem Unsinn. Uebrigens kommt dis Sagevon Jesu Verhältnitz zu Liberias und seiner Tochter in einem apokryphisch-aramäischen Evangelium vor (citirt von Schemtob Jbn-Schaprut in dessen po-lemischer Schrift ;ii2 ;ss Ns. S. 181 ): iw'i S121P2 '22211- pe-i-2 1121-w issso-:: .nri.n' 11 i'iis ;i pwii' 1-. s:i2:i wiwb-s sis : 211s 221 10021 si'i:s 12pi2ip pbi 1:2 pii> 11s 10'p oi:'i22 112p s'i2wb si'i:s p iw'i s:p2i-2 p pii' '11s 2 i siisi '-ii ich s:wi 2 1121 ;sri s:-02i s:-i2i s:s sii>s p ich 1:2s pi'i2pi-:i sii S112 'i> i's .psi: s:- 2 U 2 s.12 ich 1:2s .121 si -2 ii- s:i 2 p 2 sil'

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