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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Note 10.

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ni-iv. Das Wort oder ;ii-i oder pn-r ist wohl G'ubarr bei Damas-kus. Der Satz will jedenfalls aussageinWenn etwas bei der Moscheeeinstürzen wird, dann wird das islamitiiche Reich untergehen" Ta wir denVers, so unterrichtet sehen, namentlich in der Rsgierungszeit der Chalifen Sulei-man, Hischam, Welid II. und Merwan II., so ist kein Zweifel, daß der Einsturzder Moschee ein Factum war, und daß er zur Zeit als ein ungünstigesOmen betrachtet wurde.

Ich recapitulire nun. Nur ein Zeitgenosse konnte mit solcher Ausführ-lichkeit und mit so viel Detail, wie es nicht einmal die mohammedanischenQuellen haben, über die Omejjaden-Dynastie referiren. Da so Manches überVorgänge in Palästina tradirt wird, so scheint der Vers, ein Palästinenser ge-wesen zu sein. Darum weiß er überhaupt so viel von den Omejjadischen Cha-lifen zu schildern, weil die meisten von ihnen in Damaskus residirt und derenPrinzen sich öfter in Palästina aufgehalten haben. Daher ist es auch begreif-lich, daß der Vers, von jenen Chalifen, die in Medinah residirt haben, entwedergar keine oder nicht ganz zutreffende Schilderungen macht. Den historischenHintergrund dieser Apokalypse erkannte ich aus den ersten Blick, um aber nichtfehlzugehn, wandte ich mich brieflich um Auskunft an den gründlichsten Kennerder Chalisenzeit, an Herrn Professor Weil in Heidelberg. Derselbe hatte dieGüte, in einem freundlichen Schreiben meine Vermuthung zu bestätigen. SeineWorte lauten:Das Fragment gründet sich gewiß auf historischeThatsachen; doch macht es die wortkarge Form schwierig, alle Einzelnheitenzu bestimmen, welche dabei angsdeutet werden''. Bei manchen Punkten ver-wies mich Herr Prof. Weil auf seine Chalifengsschichts. Ich Habs mir aberMühe gegeben, die meisten Einzelnheiten als beurkundet nachzuweisen.

Wir haben also an diesenGeheimnissen des R' Simon b. Jochar"eines jener vabtciiris, sx svsrcku, die durch die Gruppirung der Vergangenheitdie Verkündung der Zukunft bewahrheiten wollen. Gleich im Anfang ist daraufhiugedeu'.et, daß das Heil Israelis, die messianische Erlösung, durch die Ent-stehung des Islam gefördert werden soll. Zunächst wird sich die Förderungdarin zeigen, daß Edom (Byzanz) von dem islamitischen Reiche gedemüthigrwerden wird. Die messianische Zeit wird aber erst ihren Anfangmit dem Untergang des letzten Omejjaden nehmen. Der Apoknlyp-nker sah m dieser Katastrophe den Untergang des Islam überhaupt. Er führtfort: Nach Merwan wird ein frecher König aufstehen, aber er wird nur dreiMonate regieren"; m-a-mi .isiw mw ip zia n.-op- 72 inm. Dieser freche Königkann nun, nach dem Borausgeschickten, kein anderer sein als der Stifter derAbassidendynastie, Abdalah Assasfah.Er wird drei Monate re-gieren", also hatte er damals noch nicht so lange regiert. Merwan's II.Tod fällt (nach Weits Berichtigung Chalifen I. 702 ) auf den 5 . August 750 .Die Apokalypse ist also geschrieben zwischen 5 . August und

neben unverständlichen Momenten auch einige Vorkommen, die nur unsrerApokalypse entnommen sein können, weil sie hier im Zusammen-hänge stehen, so ist nicht daran zu zweifeln, daß der Vers, der I?ir 1 cs sie sämml-lrch der Apokalypse entlehnt hat. Die entlehnten Punkce sind nwi.v piv ivr-iilo'.iv 112-1 r-ip.rn n-o nirm .11212 11111 2-01121 mu 1,2-1. Die übrigenPunkte: 7 uie--r> z-n pni-i .12u.11 L-1.1 ipv-i 1:11 (?) 2-111 -emi 2121 212 11121

mviipn 1--11 i.-op-, iui-a-o mup 121-1, gehören vielleicht den Lücken an, diewir in der Apokalypse namentlich nach Jezid I, wahrgeuommen haben. Vergl.0. S. 186 . Anmerkung.