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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Note 16.

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aber dabei analytisch zu Werke gehen, damit der Leser sich selbst von der Nichtig-keit der Resultate überzeugen kann.

Die Einkleidung der Apokalypse ist folgender Art. Der Tanai R' Simonb. Jochar fastete 40 Tags, um das Ende des Exils zu erfahren. Daraufwurden ihmdie Geheimnisse des Endes" offenbart in dem Verse upr, .in ni-i(Uurrrsrr 24, 21), worunter die Herrschaft der Araber oder Jsmael's verstandenwird '). Darüber grämt sich R' Simon und klagt:Ist es nicht genug, wasuns Edom (Byzanz, Christenthum) gethan hat, nun soll noch das Reich Jsmaelkommen? bnpoL" mrioo nbn onn .iwpv is imr ni>. Darauf erscheint

der Engel des Angesichts Metatoron (der in der Agada Partei für Israel nimmt)und tröstet ihn: durch das ismaelitische Reich wird Israel von Edom befreitwerden. Gott stellte für die Jsmaeliten einen Propheten nachseinem Willen auf. der ihnen das heilige Land unterwerfen soll, und sie (dieAraber) werden es Israel zurückerstatten. Große Feindschaft wird zwischenihnen und den Söhnen Esau's (Byzantinern, Christen) sein: ir> p-1222 ib rnporp'L'mb um wnp.v pnr> oin bn o'rrn

nn ov omo: nn oeib N'vr o.i'bp nun (:mn) .npviT:

'w p:i o.i-no .v'.vn nbim (eir'm l.) norm .vi>:r.w (b^iL"°:). Der Apokalyptikerspricht hier deutlich genug von Mohammed und erkennt ihn als Pro-pheten an, den Gott aufgestellt hat. Dann werden Beweise in agadischerManier aufgestellt, daß schon Jesaia von den Kameelreitern (Arabern) alshilfebringend für Israel prophezeit habe. Auch Bileam habe prophezeit,daßdie Kennen (Araber) nur von Abraham zehren werden".

Darauf geht die Apokalypse die Reihe der omejjadischen Chalifen durch bisauf Merwan, den letzten Omejjaden. Ausgelassen sind nur diejenigen Lha-lifen, die nur kurze Zeit regiert haben, lieber die altern Chalifen sind dieAngaben unbestimmt, dis letzten dagegen werden in ganz deutlichen Zügengeschildert, und die Schilderung bewährt sich als echt historisch. Der Text istnicht ganz erhalten, hin und wieder machen sich Lücken bemerkbar. MitUebergehung des Chalifen Abu-Bekr wird 1) Omar deutlich geschildert undder zweite genannt. Er wird durch den Bau der Moschee auf dem Tempel-berge kenntlich: br'.v.n imir." r.nm .m.-p piron

mr'i br .v-.nnL.v oL' .vno: Mo mm .vL'N'1 .vmro.n ir:

-pp pboo. Das hebräische Wort mmoom ist sehr glücklich dem arabischen Wortsrpsv Moschee nachgebildet. Omar's glückliche Kriege gegen das byzanti-nische Reich werden ebenfalls erwähnt; dann wird von seinem Tode in Friedengesprochen: -norm -Mr-o 012':. Dem Apokalyptiker war nicht bekannt, daß

Omar durch einen Meuchelmörder umkam.

2) Darauf wird ein Chalife geschildert als großer Herrscher aus Hadra-

mauth, der nur kurze Zeit regieren und von den Helden per Araber er-schlagen werden wird: 'w 0-2^2 a-2' .-w-pn 0:2 vrn2 1^2 12p-

i.mm.m: 11p. Darunter kann nur Othman gemeint sein, der l l Jahre regierteund von den Verschworenen aus Egypten, Baßra und Kufa erschlagen wurdeDaß er aber aus Hadramauth gewesen sein soll, weiß die Geschichte nicht.

3) Dann heißt es: wru inn ibr> ii'vp''. Statt mm.2, lese ich mnro

oder d. h. Moawija, der nach Othman's Tod von den Syrern zum

^) Auch dis Karäer verstanden unter Lsni das islamitische Reich, wieJakob b. Neuben (1050) in seinem bibl. Commentar (-Mp.-: oro) angiebt: uiv.0-002 :> -:p.v Lls. der Leydner Bibliothek PI. 74 rsvbo.