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Geschichte der Juden.
3) Barhebräus erwähnt ebenfalls das Auftreten dieses Pseudomessias undgiebt Zeit und Namen an. Im Jahre 1831 8s1. sagte ein Syrer, der Saürahieß, von sich aus, er sei der Messias, und als er von dem Herrscher gefangenworden war, sagte er: ich habe mich über die Juden lustig gemacht: xwi mm12 innrm 121 '1.11 ip irm N11N0 12L'1 M'IIO e-m (x'N'b "«i>i twbn)
i'iisrx »i' 11'21 iv.i ^ 2 '^^ (Ollroräsou L^riaerma sä. Hrsoli sb Lrnus p>. 123).Das Jahr ist hier 720 angegeben, nimo hat allerdings mehr Klangähnlichkeitmit Zonoria als mit Serenus, aber der Zeitgenosse Isidor ist dafür ein com-petenterer Zeuge. Keineswegs darf man aber daraus Severus machen, wie esdie Uebcrsetzer der Barhebräischen Chronik gethan haben.
4i Auch dis byzantinischen Annalisten erzählen von einem Pseudomessiasaus dieser Zeit, geben ihn ebenfalls als Syrer aus, nur verschweigen sie seinenNamen. Hauptquelle ist Teophanes. Er berichtet in seinem Chronicon: Indiesem Jahre erschien ein Syrer als falscher Messias und verführte die Hebräer,sagend, er sei Christus: rovrm k'rkt rr; x«l
kir-lavyok roös xaoröi- X. r. (Otrrono-
Aiaxchia sä. Loiui I. 617). Die genaue Angabe des Jahres fehlt bekanntlichin unseren Ausgaben des Teophanes, ein Uebersetzer hat sie indessen erhalten,nämlich im fünften Jahre des Kaisers Leon — 721 — 22: ^.nuo inrpsrii Qsonisquiubo s-xx Limit qniäuru Sirius xssuäosllristus st ssämoit Hsdrasos.Eben so hat es Cedrenus sHistoriaruru oompsmätulL sä. Dann I. 793):
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x. r.
Die externen Quellen geben also vollen Ausschluß über diesen Pseudomessias.Er hieß Serenus (Isidor Pacensis) und war aus Syrien (arabische Quellebei Conde, Barhebräus und Byzantiner) Das Datum schwankt zwischen 728und 723. Es ist also kein Zweifel, daß derselbe identisch ist mit 2-12 imgaonäischen Kssxousuin, und daß der Gaon, an den die Anfrage wegen desselbengerichtet war, Natronai I?) war, der vom Jahr 719 an fungirte. — Dieexternen Quellen kannten an Serene nur die messianische oder pseudomessianischeSeite, die jüdischen Zeitgenossen wußten aber mehr von ihm, daß er sich mitdem talmudischen Judenthum in Widerspruch setzte und seine Anhänger zurKetzerei verleitete.
Betrachten wir jetzt den Umfang der serenischen Ketzerei. Die Stelle, dieoben mitgetheilt worden, sagt zwar nicht geradezu, daß der Pseudomessias seinenAnhängern das Abgehen von den talmudischen Vorschriften eingeschärft, sondernnur, daß sie es gethan haben. Aber im Verlaufe erfahren wir, daß diese Ketzereivon ihm ausging. Es heißt nämlich weiter: rii'ip aib i'i.i . 1^221118 npi.Also er selbst hat ihnen Eheverbote gestattet. Wir können daraus entnehmen,daß die übrigen Punkte ebenfalls von Serene eingeführt wurden. Diese Punkte,über welche sich Serene's Ketzerei erstreckte, sind sämmtlich talmudischer Natur,wie aus einer anderen Notiz hervorgeht. Natronät wurde nämlich von einerandern Seite angefragt wegen Ketzern, welche sich über biblische Vorschriftenhimveggesetzt hatten, und er erwiderte darauf, daß ihm vorher eine Anfrage zu-gegangen war in Betreff Solcher, welche bloß talmudische Vorschriften
*) Dadurch ist auch erwiesen, daß die Angabe in den Responsen des BezalelAschkenasi und Jbn-Abi-Simra, welche das Responsum in Betreff des Pseudo-mejsias Serene citiren, falsch ist, daß die Anfrage an R° Mose Gaon er-gangen sei. Dieser fungirte nämlich über ein Jahrhundert später s827 —37).