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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

Zeit nicht vorhanden war, eben so wenig wie der Titel Gaon, die per-sischen Könige in der nachtalmudischen Epoche den Juden nicht so günstig waren,um eine besondere Würde zu verleihen oder auch nur zu bestätigen, so bleibtnur der Beginn des Islam als die gelegene historische Situation für das Ver-leihen einer Stellung an ein corporatives Gemeinwesen. Ich erinnere daran,daß nicht bloß die Katholici der nestorianischen Kirche, sondern auch einzelneKlöster ihre Privilegien auf Omar oder auf Ali zurücksiihrten. Nun erzähltuns Scherira, daß N' Isaak Gaon dem Chalifen Ali mit vielen tausend Judenentgegenging, als derselbe Firuz-Schabur (Anbar) einnahm (Mai 657 vergl. o.S. 349): x-'l 27X2 '28 12 '°)p .VV22V 2P 212X2- I12'°>2 2'22- X121 1'X2 .22-' '2 221

I12W2 .2221 21-!' ll'2L 22O2 '°)p °)2P1 VW ,2X °)'2P21 1.2X2P7 212X2' I12W P2 P2-" 2 22

7x22"2 ->°)X 2 pe- 121X2 212XL-. Der Text scheint sogar auszusagen, daß

R' Isaak mit den Tausenden von Juden in Anbar Ali die Eroberung dieserStadt erleichtert habe. Jedenfalls sagt die Notiz deutlich, daß Ali ihn sehrfreundlich empfangen habe. Sollte Ali nicht diesem R' Isaak für dieDienstleistung, oder auch nur für die Huldigung während der SchwiegersohnMohammed's von Feinden umringt war ein Privilegium ertheilt haben!Freilich schweigt Scherira darüber, und wie es scheint geflissentlich, weil dieserR' Isaak ein Suraner war, und Scherira nur die Metibta vonPumbaditaverherrlichen wollte. Das ist aus dem ganzen Verlaufe klar. Vom Jahre 9068sl. 589 giebt Scherira nämlich die gleichzeitigen pumbaditanischen undsuranischen Schulhäupter an. Zur Zeit von Mohammed's Auftreten war Cha-nina aus Ls-6rlra.ru in Pumbadita und R' Chananja oder Chaninar inSura: (>.11222) 2222 X-' 1'2'21 X22'2 '2 12 X2'22 '2 22 qi-2 '22 '2 22 1221.2 '22X1('X2V2 vur.) X'222 '2 2'2'2 1.21x2 X2122 21.22 P22X1 27ipb. Darauf will Scheriraderen Nachfolger aufzählsn; es scheint hier im Texte ein Wort zu fehlen:1'2'2221und nach ihnen": 2'2L- X121 11X2 PN-' '2 221 X2'2221°> PX2 X22 22 22'21 212X2- I12-L2. Der Passus PX2 PNÜ' '2 221, wie die Lesart in der Schulam-schen Edition lautet, hat keinen Sinn, wenn man nicht zu pxr das Wort X 212ergänzt, so daß das Ganze lauten muß: xiiv 11x2 pnr- '2 221 parallel demX2'2221L 1'X2 X2N '2. Wenn auch Scherira hier den AusdruckGaon" farblosfür Schulhaupt gebraucht, so scheint es doch, daß dieser Titel erst mit R' Isaakbegonnen hat. Der Chalife Ali war es wohl, der ihm diesen Titel und damitden zweiten Rang nächst dem Exilarchen eingeräumt hat. Auch dafür bietet dieVerfassung der nestorianischen Hierarchie eine vollständige Analogie (vergl. ^.sss-rourö äissörtubio äs 8z-rrs usstoiraurs 1. III. purs 2 p. 648). R' Isaakwar demnach der erste Gaon, d. h. das erste Schulhaupt von Sura,dessen Würde und Stellung vom Chalisate privilegirt waren.Der Anfang des Gaonats fiele demnach ins Jahr 657, während Ali's Chalifat.

Ueber das Ernennungsverhältniß der Exilarchen und der Schulhäupter istin den Quellen nichts Bestimmtes angegeben. Sie lassen nämlich ungewiß,ob das Exrlarchat erblich oder wählbar, und wie die Nachfolge der Gaonenbeschaffen war. Die beiden Hauptquellen, welche über den Huldigungsakt desExilarchen berichten, ein altes gutachtliches Lsspoosuro (vuie-xi 221 x 2 22 "e- 2 ,citirt von Idu-VsrZu 8olrsl>st: äslruäs. Nr. 42) und Nathan der Babylonier,gebrauchen in Betreff der Ernennung des Exilarchen unbestimmte Ausdrücke:

2212 2-X2 X'2,222 X121 X'2'2 2.2'°)p 2'P22 2'2'P22 1'2 7X22-'2' 2P2-2 (bei Ibu-VörKS.);2P2 22'222 2X 2222 X1.2 q2 2:.22"2' 2PL'2 ,2172 L'X2 '222 7p 12 22 122 '2 21p 22X2' 221

212 ' 2 " '2'X2 1 ' 2 ' 2 P ,22 1 . 2122 °) b. 2 p 2 . Indessen läßt sich aus des Letztern Worten:Wenn die Gemeinde sich geeinigt, ihn zu ernennen," schließen-