Note 13.
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13.
Da« Exilarchat und Gaouat in ihrem gegenseitigen Verhältnisse.
Die politische Macht des Exilarchats begann, wie sich aus manchen Momenten(Nr. 11) ergab, mit Bostanai. Für den Anfangspunkt des Gaonats giebt esaber keine Spur von Zeugniß, ja nicht einmal die eigentliche Bedeutung desWortes pnz läßt sich, so weit jetzt unsere Kenntniß des Semitischen reicht, er-mitteln. Es ist schwerlich hebräischen Ursprungs; denn dann würde es nach derfesten Bedeutung, die es im biblischen und talmudischen Sprachkrsise hat. Hoch-muth bedeuten. So viel ist aber gewiß, daß es ein Ehrentitel sein soll. Manmuß, um den historischen Anfang zu ermitteln, davon ausgshen, daß offieiellnur der Präsident der suranischen Hochschule diesen Titel führte, dieSchwesterakademie in Pumbadita dagegen, die überhaupt in vielen Punkten einenniedern Rang einnahm, nur ein Schulhaupt (>io'L" wni, uvomv n"i), aberkeinen Gaon an ihrer Spitze hatte. Dieses bezeugt Nathan der Babylonier auseigener Anschauung. In den Zuschriften mußte der Präsident von Pumbaditadem von Sura den Titel Gaon beilegen, ohne Gegenseitigkeit: prwe-v nnso mx:
'v^ npo-i pi?i nn'iovw n^'2" v'.ii nw ni miru
ov'v n'n: nv'iovwi -vp upo-i pin 'ipm vo-L" w'ii (Nathan
Babli in Jochasin). Ursprünglich durfte Pumbadita ihr Schulhaupt nicht einmalaus dem eigenen Collegium wählen, sondern es wurde ihr vou Sura zugewiesen:
: u.i'ioms rQ'L" bp rio'w' c.io .NNVVV Nmve- 'i mvNi.1 novo
,10'v' L'no null vo'w'v pn-ov nnnoowv ."W'L" povv r.n no TML-noo(Jochasin sä. Filipowski x. 85 a). Dasselbe tradirt auch Nathan Babli: nov'.no-v-'.n L'no w bp nowv non nn'iomsv pno nn'. Das untergeordnete Ver-hältniß Pumbadita's gegen Sura wird auch von der alten Urkunde, auf die ichspäter zurückkommen werde, bezeugt. Wenn die pumbaditanischen Schulhäupteroster mit dem Titel „Gaon" siguriren, so rührt dieses theils von Ausländernher, welche von dem Rangunterschiede nichts wußten, theils aus der Zeit, alssich Pumbadita die Parität errungen hatte (seit 917), theils endlich aus derZeit, als Sura untergegangen und Pumbadita allein sich behauptet hat (945—1088).In dieser Zeit wurden die Bezeichnungen „Gaon" und „Resch-Metibta" provaiseusgebraucht; bis dahin aber war Gaon ein privile girter Titel dersuranischen Schulhäupter. Dieser Würdentitel war nicht ein leerer Schallund bedeutete nicht bloß einen Vorrang, sondern hatte einen realen Gehalt.Bei der Vacanz des Exilarchats fusigirte der Gaon von Sura als Exilarch undbezog dessen Einkünfte: (vo'v") im;' nrie-i.n 7o v'uo mv'L-o iipiHw M'IVI.N 7o rnoo L'NI rnv'voi — 7oo pim un'iovw vo'L" pio PNI nno
now vo'v' UVV (zweimal bei Nathan). Von den Geldspenden aus demAuslands hatte die Hochschule von Sura zwei Theile und die schwesterliche nureinen Theil. Ein solcher Titel, verbunden mit solchen Privilegien, kann nurvon Außen ertheilt worden sein, sonst hätte sich Pumbadita, die an Lehr-kräften überlegen war, die Parität nicht nehmen lassen.
Merkwürdig ist es, daß Scherira diesen Vorrang Sura's vollständig ver-schweigt, ja bei manchen Gelegenheiten zu verstehen giebt, die Metibta vonPumbadita habe die von Sura übertroffen. Es war dieses eine Parteinahmexro äoruo. Es läßt sich aber folgern, wer der Hochschule von Sura Rangund Privilegien ertheilt, und zu welcher Zeit das Gaonat begonnen hat. Dasicherlich der Rangunterschied zwischen den beiden Metibta in der talmudischen