Note 13.
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daß der Exilarch gewählt wurde. Die Wählbarkeit desselben ist auch historischconstatirt. Anan wurde abgesetzt und ein anderer an seine Stelle ernannt.Im Anfang des neunten Jahrhunderts hatte die eine Partei David b. Jehuda,die andere Daniel erwählt. Im daraus folgenden Jahrhundert wurde Ukbaabgesetzt und später David b. Sakkai erwählt. Auch der Ausdruck im Ediktdes Chalifen Almamun in Betreff der Bestätigung des Exilarchen spricht fürWählbarkeit: si äsosrn viri in nnnrn oonArsAubi nnbistitsin sisti orsnrs-vsllsnb (o. S. 3Ü0). Auf der andern Seite war aber die Nachfolge imExilarchate auf die Familie beschränkt, welche von Davidischcr Abstammunggehalten wurde, und näher auf Bostanai's Nachkommen. Man sollte also meinen,daß hier Sohn auf Vater in der Würde folgte, und eine Wahl dabei nicht an-wendbar war. Um diese Schwierigkeit aufzuheben, muß man wohl annehmen,daß ursprünglich die Exilarchenwürde erblich war. Als Anan aber demtalmudischen Judenthum gefährlich schien, und die Vertreter desselben sich an-strengten, ihn zu beseitigen, wurde wohl die Würde durch Wahl ertheilt, damitnur solche Personen zugelassen werden, welche dem Bestehenden nicht gefährlichschienen. Ueber den Wahlkörper und Wahlmodus ist nichts bekannt. Nathandrückt sich auch darüber unbestimmt aus „wenn die Gemeinde beschließt, einenExilarchen zu ernennen": b.npn npn ,n«'««.n on. Man könnte vermuthen,
daß dieselben Klassen, welche sich zur Huldigung des zu ernennenden Exilarchen«infanden, auch das aktive Wahlrecht hatten. Bei der Huldigung betheiligtensich nämlich officiell die Schulhäupter sammt ihren Collegien, die Gemeinde-vorsteher, die Richter und andere angesehene Männer: ap n:w«" '«mn':«'psapnv«upin: ^np.n Na PN'NW'L" 'la (Nathan): «v '«mni nw'«" -«mn «'rapnv v.nman«: n«m ««'°>:«n «::pn «'«'n: (Nssponsurn bei Ibir-VsrAa). Jedenfalls hattenwohl die zwei Schulhäupter eine gewichtige Stimme bei der Wahl.
Die Ernennung und Amtseiusetzung der Exilarchen geschah unter einemfeierlichen Ceremoniell, worüber wir zwei Urkunden besitzen (das schon genannteNssporwurn bei Idn-VsrAs, und der Bericht Nathan's des Babylonier). Essei hier bemerkt, daß die erstgenannte Quelle älter sein muß als Nathan,nämlich aus der Zeit, als noch die Schulhäupter von dem Exilarchen abhängigwaren lvor dem Streite zwischen David b. Jehuda und Daniel, vor 825).Denn die beiden Berichte differiren wesentlich nur in einem Punkte. DasRssponsunl giebt an, am Huldigungssabbat habe der Exilarch zuerst ausder Thorarolle gelesen und nach ihm die Schulhäupter ihrer Rangordnungnach: UNP1 nnp°) (un:ll «"N a«n«) lnao.n ln mm pn'avi Na'.nn pa nnin ns« pu'«i«iNI«'«">N '«mn i'inni p«mn. Nathan dagegen tradirt, die Schulhäupterhaben nicht nach dem Exilarchen gelesen, weil es unter ihrer Würdewar, einem Andern, d. h. dem Exilarchen nachzustehen: wnm nvwn pn:
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nnn I«np«' «I'.n inma l'nip Unter ihrer Würde konnte das nur
sein, als sie sich vom Exilarchate unabhängig gemacht und die Wahl der Exils-sürsten in Händen hatten. — Eine Art Huldigungscercmoniell fand auch jedesJahr an einem Sabbat statt, wie Nathan berichtet: in-n«- nw'«'.n '«mn wap.n' amPHP NNO na'«" «MN 1'im papnnb p°:'an«' na«'« laaa NP'NP pn^a n:°?a «MN i>p
ii>us«H >»n'na«w na'«" «mn: inlna >:-« nnin nr« nila «mn i'p. Au welchem Sabbatdie Huldigung stattfand, darüber belehrt uns Scherira, nämlich am drittenSabbat nach den Hüttenfeiertagen (also im Monat Marcheschwan): mprmn p>au:.nn nl zl na«'a ^«n Nv«l nn'na «w«> .-»nuva-n pa'n« vn: ^n:^a '«mnn 'Nr'Nunui^a '«mnn »i'-'n (Scherira's Sendschreiben sä. OoiädsrA S. 37). Diese