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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

Oavicksrn gusnäaru sidi prasKsosrunt, Ladz-ionii vsro Oanislsm sx^.nanitarurn (n-rnch ssoba (gui sadbatum solvsntss, ^sriarn guarbam ssus1c>oo obssrvant). Dorum oansa Llarnonein Ostalitain äslaba, is IsZs latasauxit, si clsvörn orrjusoumgus rsliKiouis viel in uuum oonArsgati antistitsinsibi orssrs vsllsut, sivs Olrristiani sind, sivs Ouäasi, vsl LlaM, icl ipsistas ssss. Wenn auch Abulfarag oder sein Gewährsmann etwas Unrichtiges inden Bericht einflietzen läßt, daß die Ananiten oder Karäer den Mittwoch alsSabbat feiern, so wird der Hauptbericht dadurch nicht alterirt. Auch die Zeit-angabe stimmt mit dem von Scherira für diese Thatsache angesetzten Datum.Sie wird bei Abulfarag Barhebräus zum Jahre 1l36 8sl. mitgetheilt, beiScherira zwischen 1127 1139. Der Streit zwischen David und Daniel umdas Exilarchat war also ein Kampf zwischen Rabbaniten und Karäern. DisAnbarener (nach der Correctur) oder Pumbaditaner, waren für den rabbanitischgesinnten David (b. Jehuda), die Babylonier dagegen für den Anhänger desKaräismus Daniel. Was unterden Babyloniern" hier zu verstehen sei, istzweifelhaft. Es können damit die Bagdadcnser gemeint sein; denn in dergaonäischen Epoche nannten dis Juden wenigstens Bagdad biw (an vielen Stellenvergl. weiter Note 13 Anmerkung!. Es kann aber auch das zur suranischenHochschule gehörende Gebiet darunter verstanden sein. Denn weil Sura in derNähe des alten Babylon lag, nannte man es auch Babel (Vergl. DsspousumR' Hai in der Sammlung dlaaru Lsstsnirn 56): 22:1 :in miai r.n niw riaw"::oL '2 ll'pmi (nmiivw um bia ni'inb o-oiip o.i w. Nicht anders ist auchder Ausdruck baii ii- 21 zu verstehen: er ging nach dem bei Babylon liegen-den Sura. Es gab also damals im Anfang des neunten Jahrhunderts, einhalbes Jahrhundert nach dem karäischen Schisma, in dem jüdischen Babylonienoder in Irak, an dem Sitze der Hochschulen, so viel Karäer, daß sie Ein-fluß auf die Wahl des Exilarchen nehmen konnten, eine höchst überraschendeThatsache.

Noch wichtiger ist die Nachricht, daß bei diesem Streite zwischen David b.Jehuda und Daniel der Chalife Almamun die osficielle Bestätigung des Exi-larchen, so wie des christlichen Primas abgelehnt hat,daß es je zehn Personenfreisteht, sich einen geistlichen Obern zu wählen." Es folgt daraus, daß bisdahin eine solche Anarchie nicht gestattet war, daß also die Ernennung desExilarchen, wie die des nestorianischen Katholikos unter staatlicher Kontrollestand. Dann finden wir in diesem Nichtinterventionsedikt des Chalisen denSchlüssel zu einer historischen Bemerkung bei Scherira. Der letzte berichtetnämlich, in der Zeit des Exilarchen David b. Jehuda ist diese Würde macht-los geworden, so daß das pumbaditanische Collegium das Joch des Exilarchatsabschütteln konnte, und sich herausnehmen durfte, nicht mehr wie früher zurHuldigung vor dem Exilarchen zu erscheinen: 1:1 -o-o mipM' pxrmo:

rni'-wmri nnnini pim ni: nnwivi (v'mvm) li'-EN >ii:>i'

NN 2 N'.I N'iioi ' 2 M -v (ns>? I'pn) (lieber Suria vgl. Frankel'sMonatsschrift Jhrg. 1883, 377). Eben so der Vers, der Llaas^sft Lostansä:

N>1'1221L1 NP11.1: snsei N'IIO n'.l PS' .inLV bL> nun: p!2' se- nun ,112'V' 'S'NI

Da Sahal unter n-i:o das eine Lehrhaus in Babylonien versteht, so meint ersicherlich unter ina:n das andere, nämlich Pumbadita. Dieses wurde, weiles in der Gegend lag, dis Nahardea hieß, auch mit diesem Namen bezeichnet(vergl. Kssxoiisuiii R' Hai in Geiger Zeitschrift V. S. 398 Note 2):

N1WP 112 imb N11O2 ns: NP1 1 . 1:2 NI xin Nil ns