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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Note 12.

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6 ) Zwischen den Jahren 1127 und 1139 8 s 1 . (816 827 ) brach abermalsein heftiger Streit um die Exilarchenwürde aus zwischen Daniel und Davidb. Jehuda. Es ist befremdend, aber bezeichnend für Scherira, daß er diesenStreit mit einem sehr ernsten Hintergründe durch einige nichtssagende Worteandeutet, und ohne eine externe Quelle würde man die Tragweite desselben garnicht kennen. Scherira berichtet nämlich ganz trocken:Abraham b. Scherira(sin Mystiker) wurde im Jahre 1127 8 si. Schulhaupt von Pumbadita unvfungirte 12 Jahre, der zweite nach ihm war Joseph b. Chija. In Folgedes Streites zwischen den Exilarchen Daniel und David b.Jehuda wurde R' Joseph mit der Gaonwürde bekleidet, und zuletzt einigtensie die Parteien dahin, daß beide den Titel führen sollten u. s. w. 12 2222!» 221121 2n'121 l-2:ii-L21 P2 2'2 2U u"2 22 r>21- 22 .2221 2U2- 22 1°N2 >"2P 212-2 U2-2L- '2!2P',22 2222N 22b 2'b'2 P2 'M22 10"2 -pvbl 21NU12 Y01' 22 '2,2'S ll'N'22 2212' ^22'2P ->01' 22 2222 2222N 22 222 U2212 222 122122 PL122 22 12'2 .221NZ U2-

(Die Lesart ist corrigirt nach den zwei Recensionen.) Nach diesen dürren Wortenmuß man den Streit kleinlich finden, angefacht von Ehrgeiz und begleitet vonwillkürlicher Absetzung. Abulfarag Barhebräus beleuchtet aber durch eine in-teressante Notiz diesen Streit, wodurch auch das Sinken des Exilarchnts erstvecht verständlich wird. Auch das Datum dieses Streits wird dadurch präcisirt.In seiner Chronik der jakobitischen Patriarchen (Ms. und in lateinischer Ueber-setzung bruchweise mitgetheiit in ^.sssrrmui didliobirsss. orisubalis N. II. pars1 S. 346 ) referirt Abulfarag bei Gelegenheit des Streites in der jakobitischenKirche zwischen dem Patriarchen Dionysius von Telmahar und AbrahamFolgendes:Auch die Juden hatten einen Streit um das Principat. Denndie Tiberienser hatten einen gewissen David an die Spitze gestellt, dieBabylonier dagegen Daniel von der Sekte der Ananiten (Karäer). IhreStreitsache wurde vor den Chalifen Mamun gebracht, und derselbe erließ einEdikt, daß es zehn Männern, wenn sie sich ein geistliches Oberhaupt wählenwollen, seien es Christen oder Juden oder Magier, gestattet sei, es zu thun:äuäasi Mohlis äs privaabu säbsroabi sunb. Harn didsriaäsusss^) guiäsur

^) Daß die Tiberienser bei der Ernennung des Exilarchen betheiligtwaren, ist Unsinn. Entweder hat Barhebräus sich hier geirrt, oder die Lesart,die Assemani Vorgelegen hat, war corrumpirt. Ich vermuthe, daß der Textursprünglich gelautet hat: n'-wm (Anbarenjer), und daraus entstand die Cor-ruptel: n"222. Obwohl eigentlich Firuz-Schabur von den Arabern Anbar ge-nannt wurde, die zweite Hauptstadt der lachmidischen Fürsten (Vergl. äs I?sr-osvai, sssa^ sur iirisboirs äss ^.rabss N. II. p. 12 Note), so nannten dieJuden das nahgelegene Pumbadita oder Nahardea ebenfalls Anbar.Benjamin von Tudela, der die Gegend bereist hat, sagt zweimal: Pumbaditaist Anbar: N2'222is uv, 22^ni> -221 21' 02-21 (. ^.süsr II p. 69 ), und ebensomuß man lesen (p. 53 ) NP22212 22m sn'222i°> »»22 (22m^u°, l.) 221'bsb 222' 22- 2221.Der Karäer Abulsari Sahal, der während des Bestandes der Hochschule Pum-badita's gelebt hat und in der Gegend war, nennt die beiden Lehrhäuser,auf welche er das Bild des Propheten Zacharias von den zwei Weibern an-wendet, Sura und Anbar, d. h. Pumbadita oder Nahardea. wirmaiN'2122 bu22" (-P 12^2 22'U 2-2-1 '2 2» i-1 p U121 2222 lf>,22 2U ('2) P21' 12P2 p,2222122 1222 2N22-' 2N in'ri'1 2U21N1 (bei Pinsker S. 42 ). Der Karäer Jakob b.Neuben hat dieselbe Deutung: 22-u 212^21 2:2-2 -bp22 .12,2 :22s 22-u 2111

02-2- 222221 22,212 2 2- 22-U UP2221I U'212 U12 !2'2 22 2222 22U

22 '2 '121 2'2221 21^2 ' 2-u 2 ( 8 slsr Iia-Osostsr Ns.^äsn p. 224 vsrso).Suria ist hier offenbar Sura. So nennt es auch Benjamin von Tudela: