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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

nach der von mir corrigirten Chronologie der Gaonen in Frankel's Monats-schrift Jahrg. 1857 S. 383 und die Tafel dazu). Der Exilarch Salomosungirte aber noch im Jahre 759; denn er setzte auch den Gaon R' Jehudaiein, nach Scherira: nnwo n:n nbi unnomsv -oz nini mun' nr>

cnnb n'rm nu'^^ n^V^ nNpw 'vo mn r;n nmw ldieses geschah 1070 8s1. 759;a. a. O.) Der Exilarch Salomo sungirte also jedenfalls 733759, aber auchvorher, denn er war bereits Exilarch, als er Mar b. Samuel einsetzte. Nehmenwir an, daß er die Exilarchenwürde 730 übernahm, so fällt das Exilarchatseines Vaters um 700730. Bostanai sungirte aber (wie in der vorigenNote angegeben) bis um 680. Es bleibt also zwischen Bostanar und Chasdaieine Lücke von 40 Jahren für mindestens einen Exilarchen. Gerade um dieseZeit zwischen dem Todesjahre Bostanai's und dem Jahre 1000 8s1. 689,d. h. in der unmittelbar nachbostanaischen Zeit, während seines ersten Nach-folgers, fallen die Reibungen zwischen dem Exilarchen und dem Collegium dersuranischen Hochschule, von denen Scherira berichtet. Er giebt an:Die Reihen-folge der suranischen Gaonen vor dem Jahre 1000 8s1. vermag ich nicht inOrdnung darzustellen, weil es unter ihnen Entartung und Haß gegeben, und dieExilarchen haben sie ein- und abgesetzt: erst vom Jahre 1000 an ist mir dieReihenfolge bekannt:" n'ea- in) un'ni n) mono unrio uni mvM pn)- > 12 - p)mmrvL- ;:n) pnnnm pn) om'Lvi ur.n'^n kun-om pnI nmi nion )p

pni st ll'p stm; -pn. Die Streitigkeiten fallen demnach vor 689. Schwerlichübte Bostanar selbst dies Willkürregiment; denn in diesem Falle würde R' Hai,der in dem oben (S. 413) citirten Rssxonsuiii von ihm referirt, nicht ermangelthaben, ihm etwas anzuhängen. Es ist demnach wahrscheinlich, daß erstBostanai's unmittelbarer Nachfolger ein strenges Regiment gegen diesuranischen Schulhäupter handhabte. Man könnte sogar aus Scherira's Aus-druck : ,,)in) pnopn vmwn" folgern, daß bis zum Jahre 1000 8s1. 689 m ehrereExilarchen sungirt haben. Falsch ist es also jedenfalls, auf Bosta n ai unmittel-bar CH asdar folgen zu lassen*). Wir müssen vielmehr annehmen: 1) Bostanar;2) eine Lücke?) von mindestens 40 Jahren für einen oder mehrere Exilarchen, Söhneoder auch Enkel Bostanai's; 3) Chasdai; und 4) Salomo b. Chasdai.War, wie die Karäer angeben, David, der Vater des karäischen SchismatikersAnan, ein Sohn Chasdai's, so hatte dieser zwei Söhne: Salomo und David.Die Karäer lassen den Exilarchen Salomo weg, obwohl seine Exilarchatsfunktiondurch Scherira am meisten bekundet ist, weil sie Anan's Vater zum Exilarchenstempeln wollten.

Wir haben oben gesehen, daß der Exilarch Salomo noch im Jahre 759sungirt hat. Wie viele Jahre er noch später in Funktion war, hängt von demDatum ab, in welches das Schisma des Karäismus oder das Auftreten Anan'szu setzen ist.

2) Wir müssen uns auch hier von Scherira's genauer Angabe leiten lassen.Er referirt:Während die zwei Brüder Jehudai sin Surai und Dudai(in Pumbadita) gleichzeitig fungirten, trat Anan auf: vom (mim-) um:pp poi o'v'n inn pi°>o nnmno pnnno am-» rn (min). Nun fungirten

*) Handschr. OarnascriZ 1383. nvbwi mnom nnn io mmn m- 2 mo mwrmion: nun' nni npom mn pn 2 n nno 'wur mn mm nn:n' n^om mn pnpn(Nösponsa Ononiva sck. Ilarlravy S. 378).

^) sDie Lücke in der Reihe der Exilsfürsten ist von Halberstamm theilweiseergänzt worden in der Zeitschrift Lob. Is-Inauä IV 339. (H.)j