Note 12.
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die Chalifen die Wahl der Exilarchen bestätigten oder verwarfen. Es sprichtferner dafür was Scherira berichtet: die Exilarchen hatten früher „Macht vonSeiten des Königs", d. h. des Chalifen besessen: (mm^ -wni)
Aus dem Umstande, daß Bostanai so sehr in Gunst stand, daß er eine Königs-tochter von Omar als Geschenk erhielt, ist zu folgern, daß ihm zuerst diedem Exilarchate zugestandenen Prärogative, Macht- und Ehren-stellung ertheilt worden sind, aber ein solches Verhältnis! hat Omar wohlschwerlich aus Zuvorkommenheit gegen die Juden dem Exilarchen eingeräumt,sondern sicherlich nur für Dienstleistungen. Man kann also Bostanai als denBegründer des fürstlichen Ansehens der Resch-Galuta betrachten. — Bostanai'sBlüthezeit ist durch sein Verhältniß zu Omar gegeben, im Jahre 637, alsKtesiphon eingenommen wurde (denn früher können die Königstöchter nicht inGefangenschaft gerathen sein) stand er in heirathsfähigem Alter. Wenn mandem Naasssli LotL - Os.viä trauen dürfte, war Bostanai damals 35 Jahrealt und unverh eirathet (m:e' p mmoa .mm). Er wäre demnach 602geboren. Da er bei seinem Tode erwachsene Söhne hinterließ, so kann manmindestens seinen Tod um 660 ansetzen.
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Die Reihenfolge der nachbostanaifchen Erilnrchen und ihreBedeutung )
Scherira, der uns mit der Diadoche der Schulhäupter bis auf Jahr undMonat ihrer Funktionen bekannt macht, hat, wie es scheint, geflissentlich einenSchleier über die Exilarchen geworfen. Sie waren ihm und den Mitgliedernder Lehrhäuser mißliebig. Wenn Scherira von sich rühmt, er stamme aus domExilarchenhause, so fügt er, wie um einen Makel abzuweisen, hinzu: „abernicht von den Söhnen Bostanai's: w.n mmn mmoa nbi
Daher mochte dieser Annalist den Exilarchen von derbostanaischen Linie nicht die Ehre anthun, ihre Reihenfolge anzugeben. DieserPunkt ist daher im Dunkel gehüllt. Wir wollen versuchen, ihn durch gelegent-liche Notizen bei Scherira und anderweitigen Quellen ein wenig aufzuhellcnweil das geschichtliche Verständniß nicht selten davon abhängt. Es handelt sichzunächst um den unmittelbaren Nachfolger Bostanai's, der, wie angegeben,mehrere legitime Söhne hinterlassen. Aber gerade der Name und die chrono-logische Stelle desselben ist unbekannt geblieben.
1) Eine Quelle in Zacuto's Jochasin (wahrscheinlich von Nathan dem
Babylonier herrührend) und der Karäer Jefet b. Said nennen zwar Bostanai'sNachfolger Chasdai: (bei Jochasin); wa)
pv u?) mm in n) mm 'nion (Jefetl. Aber diese Angabe ist entschiedenfalsch. Denn diesen Chasdai nennt Scherira ebenfalls und zwar als Vater desExilarchen Salomo. Nun dieser Salomo fungirte sicherlich im Jahre 733:Denn in diesem Jahre setzte er Mar b. Samuel zum Gaon von Sura ein.bmve- io ->r> n nmio wn nion io nvbe- mbpe> monva mn nin pw
-) monllv m:m (Dieser Mar b. Samuel wurde eingesetzt im Jahr 1044 8s1. — 733,
sUeber die Exilarchen vergl. Lazarus in Brüll, Jahrb. Bd. X. (H.)s
2) Frankel, Monatschrift Jhrg. 1883 S. 186; Dsvus äss Db. s. XII x>. 262.