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Geschichte der Juden.
Oaussiir äs k?srosva,1 selbst in das Jahr 612 setzen (das. II. 686). Thabitschon ein Greis, mar in Gefangenschaft gcrathen und murde zum Spott gegeneinen alten Bock ohne Hörner eingelöst. Mag er im Jahre 6lö ein hundert-jähriger Greis gewesen sein, also geboren um S15, so kann er doch nicht um517 oder 520 den Frieden vermittelt haben. Man muß demnach die ersteFehde zwischen den Stämmen Kail später ansetzen, als es Oaussiu äsksrosval thut, zwischen 530 — 40 und das Ende derselben 550—69. Dannhatte Thabit das rechte Alter, um Schiedsrichter zu sein und einen Sohn imJahre 562 zeugen zu können. Folglich war Malik Jbn-Aglan, der Gegnerder jathribensischen Juden, erst in der ersten Hälfte des sechsten Jahr-hunderts Häuptling der Chazragiten.
4) Diese Annahme, daß die Unterjochung der Inden von Jathrib erst nach530, d. h. nach dem Untergang des jüdisch-himjaritischen Reiches, stattgefundenhat, wird auch von einer anderen Seite bestätigt. Nach den arabischen Nach-richten hat Malik die Juden durch die Hilfe eines auswärtigen Häuptlingsgedemüthigr. Dieser Häuptling war kein anderer als der in der arabischen,byzantinischen und persischen Geschichte berühmte Ghassanidenfürst HarithJbn-Abu Schammer, auch der Hinkende (^la-i-aZ) genannt. IbrahimHalebi (bei Weil Mohammed S. 410) nennt den von den arabischen Stämmengegen die Juden zu Hilfe gerufenen Häuptling vom Geschlechts G'ofna oderG'afna, d. h. einen Ghassaniden. Denn der erste Ghassanidensürst hießG'ofna (Oaussiu äs iksrosval a. a. O. II. 207). Harith's Vater hießzugleich Harith und G'abala; nian bezeichnet also den Sohn, den Partei-gänger des byzantinischen Reiches, entweder nach dem Namen des VatersHarith Jbn-G'abala, oder nach dem des Großvaters Jbn-Abu-Scham-mir. Von diesem Harith berichtet Procop, daß ihn der Kaiser Justinian imAnfänge seiner Regierung über sümmtliche Araber, die unter byzantinischerBotmäßigkeit standen, gesetzt und ihm sogar den Königstitel verliehen hat, wasbis dahin ohne Beispiel war (äs dsllo xsrsisa, I. 17 S. 89): ö-v FH
ör- röv ?r«7ö« krrk'ori/akr,
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on rrgvrkpov roi-rH er /e ^e^orös -rw-rore. Merken wir UNs, daß
Procop den Ghassanidenhäuptling, dem Justinian erlaubte, sich König zu nennen,Arethas Sohn des G'abala nennt, d. h. ins Arabische übersetzt: HarithJbn-G'abala. Wenn nun Maßudi berichtet, daß ein Ghassanidenfürstvon den Römern mit dem Titel Phylarch bekleidet wurde, so werden wirsofort auf Harith Jbn-G'abala rathen, und wenn er ihn Abu-G'obailanennt, so werden wir sofort auf Harith G'abala rathen, und wenn er ihnAbu-G'obaila nennt, so werden wir keinen Anstand nehmen, das wn in i-nzu emendiren (vergl. Oaussru äs ksrssvs.1 a. a. O. II. 225): läa^ouäiuoirs s-pprsirä, <^u'11 >^.bou-Osol>s.)äai avait sts iirvssbi Iss
Ü,oius.iii8 äs Io. ärZiritö äs i?ti^Ia.r^us. Keineswegs werden wireine andere Persönlichkeit daraus machen, etwa einen Abu-G'obaila, wie esOaussiu äs iksrosval thut, da Procop aussagt, daß die Titelverleihung aneinen arabischen Häuptling von Seiten der Römer bis auf Arethas b. G'abalaohne Beispiel war. Nun berichten das Litab s.1 -H.AÜs.»i und Jbn-Khaldun,daß der Häuptling, den Malik gegen die Juden zu Hilfe gerufen hat, Abu-G'obaila hieß (bei Ouussiu äs iksresvul II. 650 f.). Wir müssen auchhier an den Ghassanidensllrsten Harith Jbn-G'abala denken, um mitIbrahim Halebi in Uebereinstimmung zu bleiben, der denselben Häuptling vom