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einen stammverwandten mächtigen Häuptling mit einer Schaar kriegerischerBeduinen herbeigerufen und mit ihrer Hilfe die Juden von Jathrib zumStande von Clienten (Mawali) heruntergebracht. Es kommt nun darauf an,chronologisch zu bestimmen, wann dieser Malik Jbn-Aglan gelebt hat, und werder Beduinenhäuptling war. Läßt es sich Nachweisen, daß diese Personen unddieses Factum der Zeit nach dem Untergangs des jüdisch-himjaritischen Reichesangehören, so wäre hiermit der Fingerzeig für die pragmatische Verknüpfunggefunden. Oamssiu äs ^siosvecl setzt zwar Malik und das Factum derUnterjochung der jüdischen Stämme von Jathrib um 492 — 495 (a. a. O. II.S. 559—53). Ich glaube aber, daß sich der berühmte Historiker der moham-medanischen Geschichte der Araber in diesem Punkte wie in manchen Andernin Betreff der Chronologie versehen hat. Malik kann nämlich nicht am Endedes fünften Jahrhunderts bereits ein Krieger im Mannesalter gewesen seinaus folgenden Gründen:
l) Ein Urenkel dieses Malik, mit Namen Ab bas, gehörte zu den zwölfMedinensern, welche Mohammed einluden, sich in ihrer Stadt niederzulassen(im Jahr 621): Abbas b. Obada, b. Thalaba, b. Malik Jbn-Aglan (äsi'srosvol III. S. 2). Mag nun dieser Abbas im genannten Jahre auch nurein Dreißiger gewesen sein, so war er um 590 geboren. Folglich wurde seinUrgroßvater Malik um 490 geboren, wenn drei Geschlechter von einem Jahr-hundert umspannt werden. Malik kann demnach nicht um 495 die JudenJathrib's bekämpft haben.
2> Nachdem die beiden jathribensischen Stämme Aus und Chazrag dieOberhand über die jüdischen Stämme gewonnen, entzweiten sie sich und führtengegen einander eine zwanzigjährige Fehde, wobei wiederum derselbe Malikeine Hauptrolle spielte. Dieselbe Fehde setzt Os.ussrn äs I?sresvsl ebenfallszu früh an zwischen 497 — 517 (das. II. 657 sf.). Denn am Ende der zwanzig-jährigen Fehde vermittelte ein angesehener Chazragite Abu Hassan Thabitden Frieden, indem er Schiedsrichter zwischen den beiden Stämmen war.Thabit's Sohn, der Dichter Hassan, preist seinen Vater wegen dieser Thatin einem Verse, den das Libg,I> aufbewahrt hat. Er lautet nach
Oanssin äs ksrosvsl's Uebersetzung (das. II. 661): „O'sst mon xtzrs (' 2 -n)Hirt s, Isrrnius 1s äiüsrsnä st ooneln 1a, pslx — sntrs Iss xartiss aä-vsrsss rasssuMsss autour äs Ini." Dieser Hassan, der Sohn des Schieds-richters, der noch während Mohammed's Zeit blühte, wurde nach sichern Tra-ditionen 7 oder 8 Jahre vor Mohammed geboren (um 562 — 63; Oanssiu äsksrssval ibiä. II. S. 669). Sein Vater Thabit muß aber zur Zeit seinesRichteramts bereits in den besten Jahren gestanden haben; denn einembartlosen Jüngling würden sich die kriegerischen Stämme nicht gefügt haben.Wäre er also nach Oausslu äs I'srssval's Annahme, um 517 oder auch um520—25 Schiedsrichter gewesen, so hätte er den Sohn als sin Siebziger oderAchtziger gezeugt haben müssen. Oanssin äs iksrssval fühlte diese Schwie-rigkeit und will den Ausdruck bei Hassan „mein Vater" durch „meinGroßvater" in poetischer Freiheit gebraucht wissen. Aber das ist ein ge-zwungener Nothbehelf.
3) Es ist aber durch einen andern Umstand erwiesen, daß dieser Thabitund folglich auch der fragliche Malik, der Unterjocher der jüdischen Stämme,im sechsten und nicht im fünften Jahrhundert geblüht haben. Thabitwar nämlich noch thätig bei der zweiten Fehde zwischen den Ans und Chazrag,bei „dem Kriege Chatib", dessen Ende ein arabischer Annalist und mit ihm