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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Note 10.

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einem König von Auxum. Die Hauptquellen darüber sind, Johannesvon Asien oder von Ephesos und Mala las, von denen Einer vom Andernabhängig ist, wahrscheinlich Malalas vom Ersteren. Aus Malalas' Bericht habengeschöpft Theophanes, Nicophorus Kallistus und Cedrenus, wie sich auf denersten Blick zeigt. Die Angaben der drei letzteren haben also für uns keinengeschichtlichen Werth. Das zweite Stadium ist Dhu-Nowas' Krieg gegendie Christen von Nagaran. Hier ist das Sendschreiben des BischofsSimeon von Bet-Arscham an den Abt Simeon von Gabula und einigeNotizen bei arabischen Autoren Quelle. Die übrigen Quellen, Johannes vonAsien und das Martyrologium des Metaphrastes, überbieten nur Simeon'sUebertreibungen und haben gar keinen historischen Werth. Das dritte Sta-dium ist der Krieg des äthiopischen Königs gegen Dhu-Nowas. Hier-bei ist Procop, Zeitgenosse der Begebenheiten und vorurtheilsloser Erzähler,Hauptquelle und neben ihm über das Detail des Krieges Johannes von Asienund arabische Notizen. Die Forscher haben diese drei Stadien nicht voneinander unterschieden und sind daher in arge Confusionen gerathen. DieAnnotatoren zu Malalas und Theophanes haben Widersprüche gefunden zwischenden Angaben dieser Chronographen und Procop's Bericht, wo gar keine sind,weil deren Bericht nicht einen und denselben Vorfall zum Inhaltehaben. Wir wollen diese drei Stadien näher entwickeln.

X. Der Syrer Johannes von Asien und der Gräcosyrer Malalas berichtenaus einer älteren Quelle Folgendes:Der jüdische König von Himjara hatrömische (byzantinische) Kaufleute, welche durch seine Länder zogen, ergreifenund hinrichten lassen dafür, daßdie Christen in den römischen Ländern dieJuden ihrer Länder mißhandelten und Viele von ihnen tödtetsn." Dadurchwurde der indisch-äthiopische Handelsverkehr unterbrochen. Der jüdisch-him-jaritische König heißt in diese» beiden Quellen und in den von ihnen ab-hängigen Dimianos, Dimiun, Damianos, Dimnos und Dunaan.Johannes von Asien bei ^.sssruaul Inöliotiisoa orisnbslis N. I. p 359 :zm Ina 112,1,12b »'111,11 »niin»b b»pob »'i'2ii »mir>»2 piop 12 . .. »121,111 pi »ii»ribi 2 , 2 i 12» 12 P,1N111»,1 .112 121 PI» brqoi PI» qobi... <p' 2 'i) 011 ' 2'1 qbo qbi. »1x21P. 1 W »»20b pblrpi p,1.111, 1»2 ri'»i »'11,1'b PPNV li'»L "2 » 1 'I 2 O '12 »' 21,111 »riiin» 2 i ob»'01211 »'11,11 »,1'11 »N112»1 ob'021 "»1» b^2 pb.lb ob »1,lbl22. Wörtlich damitübereinstimmend lautet es bei Malalas (Olirc>iic>Zrs,iMa, I. 433 ): i>üv ovv

»ak/Avvrwv kt? 1 /di^ax roiv (° 0 ^i/y-r<üv)

k/r« ro ?ro»)o«<rA«t i/vwxms (Dtrsoplmiiss ö

rmv ePvvkiiakx »örorr x«i Tiäxr« r» »örmv »PkUkro.

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aürwv x«i x»r i'ro? Pvvkr/oum x»i ex roörwx kxwtüAi/ »

So weit klingt die Nachricht durchaus historisch. Damianosoder Dimianos ist der jüdisch-himjaritische König Dhu-Nowas. Auch das,was die beiden Quellen weiter von den Folgen erzählen, hat einen historischenAnstrich: daß ein Nachbarkönig (Aidug, Andan, Adad) ungehalten über dieStörung des Handelsverkehrs war und Damianos den Krieg erklärt habe, daßderselbe einen Sieg über ihn errungen und in Folge dessen das Christenthumangenommen habe, Das Alles kann geschichtlich sein. Man hat in der Vor-aussetzung, daß der Nachbarkönig der Negus von Acthiopien gewesen sei, diesenZug unhistorisch gefunden, da die äthiopischen Könige lange vor dieser Be-gebenheit sich zum Christenthume bekannten. Allein beide Quellen sprechen garnicht von dem Beherrscher von Aethiopien, sondern von einem Könige,

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