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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

(250300), berichtet Vieles über Arabien und seine Sprache. Und Jemenwar nicht für die palästinensische und babylonische Welt verschlossen, sonderndem Weltverkehr geöffnet. Warum sollte den Juden während der Amoräer-epoche diese ihnen so schmeichelhafte Thatsache nicht zu Ohren gekommen odervon ihnen ignorirt worden sein? Ist man schon aus diesem Grunde berechtigt,an der Existenz des jüdisch - himjaritischen Reiches während der talmudischenZeit zu zweifeln, so treten noch andere Momente dagegen auf, welche durch daszugänglich gemachte Libad al-^ZImni von Abulfarag' Alisfahani (um 950)die Zeit der Bekehrung des himjaritischen Königs zum Judenthum ganz bestimmtzu Ende des fünften oder im Anfang des sechsten Jahrhundertsfixiren.

Perron, Professor der Chemie und Physik in Kairo und gründlicher Kennerder arabischen Literatur, hat durch kritische Beleuchtung und reiche Zusammen-stellung der Quellen die Frage über den chronologischen Anfang des jüdisch-jemensischen Reiches zum endgültigen Abschluß gebracht in einer großen Abhand-lung (im äourns.1 asiabi^us Jahrg. 1838 Ooto6is-Hovsra1>rs S. 353 85und 434061). Die Abhandlung lautet: sur l'iristoirs äss ^.radss avantl'islauaisras, äs I'sxogus äu pstit lodlm, äu sisgs äs Nsäins st äs 1'in-troäuetion äu luäa'isrns äs-ns 1s äsinsn. Die Beweise Perron's für diespätere, so zu sagen, nachtalmudische Zeit des jüdisch-himjaritischen Reichs,welche zugleich für die kurze Dauer desselben gelten können, sind so unerschütter-lich, daß Herr Oüaussin äs iksrasval, der sie nicht anerkennen mochte, inseiner Geschichte der Araber in viele Ungereimtheiten gerieth. Da das Factumfür die jüdische Geschichte interessant ist und nicht ohne Einfluß auf die Geschichteder Juden in Arabien im Allgemeinen blieb, so will ich hier Perron's Haupt-beweise auffllhren und noch andere Beweise hinzufügen, welche das Resultaterhärten können.

1) Das Litad al-^ZIiaiii, welches alte historische Traditionen treu wieder-

giebt, berichtet, die Frau, welche den die Stadt Jathrib belagernden KönigTobba desselben, der in Folge dieser Belagerung von zwei jathribensischenweisen Juden bekehrt, das Judenthum annahm, den jüngeren Tobba mitfrischem Wasser in seiner Krankheit labte, und die er reichlich belohnte, ichsage, dies« Frau mit Namen Fakha lebte bis zum Erscheinen desIslam: inuu mn. Also sie lebte noch entweder zur Zeit der Hecstra

622 oder zur Zeit von Mohammed's erstem Auftreten in Mekka 612. MagFakha noch so alt geworden sein, so kann sie doch keineswegs um 320 gelebthaben, wohl aber um 500. Folglich nahm Tobba, der himjaritische König, erstum 500 das Judenthum an.

2) Noch schlagender ist folgender Beweis. Der Jathribener, welcher seineLandsleute zum Widerstand gegen diesen Tobba aufstachslts, war (nach demLitab al-XZUarä und Jbn-Jschak's Lirat ar-Lasul) der Ausite Ochaichah(".nn-nu) Jbn-G'ulah, zugleich Krieger, Waffenhändler, Wucherer und Dichter.An die Erzählung von Ochaichah knüpft das Litad al-^AUani die Geschichtevon Tobba, der Belagerung von Jathrib, der Bekehrung des Tobba zum Juden-thum, der Reise der zwei jüdischen Weisen nach Himjara und der Einführungdes Judenthums im himjaritischen Reiche. Sobald die Lebenszeit dieser Per-sönlichkeit fixirt wird, ist hiermit zugleich das Datum für das in Frage stehendeFactum gefunden. Nun hatte Ochaichah eine Frau Salma, welche historischwichtig für die Araber wurde. Salma verließ nämlich ihren Gatten und wurdeMohammed's Urgroßmutter von Haschim. Die Genealogie ist Haschim,