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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

an viele» Punkten mit den Persern zu kämpfen halte und sich überall nachBundesgenossen umsah, mochte froh sein, daß er die Juden von seinen Feindenabzog und sie in deren Feinde verwandelte. Das scheint mir die einzig möglicheLösung zu sein, welche sämmtlichen Berichten über dieses Faktum gerecht wird.

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Frühestes Vorkommen der Inden in Spanien nnd Frankreich.

Von den gehäuften Notizen, die man herangezogen hat, um das früheVorkommen der Juden auf der pyrenäischen Halbinsel zu beweisen, haben nurwenige Beweiskraft. In Leviticus Nabba (o. 69) deutet R' Meirdas Landder Gefangenschaft" auf Gallien und Spanien: xpmi ^

n'vrvm n'^v. Indessen da Niemand für die Lesart i'.wo bürgen kann, sokann man streng genommen davon nicht beweisen, daß Juden in der Mitte deszweiten Jahrhunderts in diesen beiden Ländern bereits angesiedelt waren. Dieübrigen Stellen, wo im Talmud oder Midrasch w 2 °>ou vorkommt, beweisen fürdie Sachs gar nichts. Denn entweder das Wort bezeichnet dis weiteste Ent-fernung des Continents, gewissermaßen das tinis tsrras, oder es ist corrnmpirtans w 2 °m - ^.pmirisg. in Syrien oder Chaldäa. Der Beweis von der Notiz ausdem Talmud, daß ein Exilarch R' Isaak von nach n> 2 Lvu gereist und

dort gestorben ist, und man in Babylonien über die Jndentität der Person ver-handelt hat, beweist nur die logische Beschränktheit desjenigen, der ihn zuerstaufgestellt: '2 vv.io wi-r» r-rra n' 2 rOni> nrMxrv prir-

pnr' 'anb p'w-n (dsstanaob 1156). Wie kommt ein babylonischer Exilarch nachSpanien? Und was soll das bedeuten: Er reiste vonCordova nach Spanien?Und wie hat man über den Befund des Verstorbenen in Spanien ein Verhörin Babylonien aufnehmen können? Hier, wie an mehreren Stellen, habenspanische Copisten, die bei noMy? an die ehemalige spanische HauptstadtCordova erinnert wurden, aus n'vru gemacht wvsvn. Der babylonische Exilarchist nicht von Cordova nach Spanien, sondern von Corduene <in dem kardu-chischem Gebirge) nach Apamea in Mesene oder Südbabylonien gereist unddort gestorben.

Es bleiben also nur drei, allerdings nichtsehr kräftige Beweise für den frühestenAufenthalt der Juden in Spanien. Der Apostel Paulus schrieb an die judenchrist-liche Gemeinde von Rom von Korinth aus: er werde auf seiner Reise nachSpanien auch zu ihnen kommen (Nömerbrief 15, 24, 28): »)?

Es muß also, wenn der Brief nicht paulinisch ist, damals bereits jüdische Ge-meinden in Spanien gegeben haben. Denn Paulus reiste nur dahin, woJuden wohnten oder, was auf dasselbe hinausläuft, wo unter den Heiden dasJudenthum durch das Medium der Juden bereits einigermaßen bekannt war,und wo er Anknüpfungspunkte für seine Heilslchre, die er auf Abraham zurück-führts, zu finden hoffte. Daraus würde folgen, daß schon im Anfang der christ-lichen Zeit Juden in Spanien ansässig waren. Den zweiten Beweis liefert dasTargum zu den Propheten, das zwischen 330600 verfaßt wurde. Es erklärtnämlichdie Verbannten Jerusalems in Sepharad" durchdie Verbannten inSpanien" x- 2 -wnr -r nch-: lzu Obadia V. 20). Endlich der Tritte aus

dem 8säsr OIs.ua 8utts (verfaßt um 806), welches berichtet, daß Vespasian