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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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363
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LouLsäsrst, gusin vonssssib, bosäuscgus ouva ipsis iitsris obsi^liavit(si.ip ib'ir o.-n oo:>). Zwar stellt Eutychius das Sachverhältniß so dar, daßHeraklius erst bei seinem Eintreffen in Liberias auf seinem Triumphzuge nachJerusalem, nach seinem Siege über die Perser, mit den Juden einBündniß schloß, und man könnte es so fassen, daß er ihnen Amnestie für ihreEmpörung bewilligt hat. Allein dem widerspricht Eutychius selbst. Er erzähltnämlich: Als Heraklius in Jerusalem eintraf, traten die Mönche als Anklägerder Juden auf wegen deren Gemetzel an den Christen und Zerstörung der Kirchenund verlangten die Vertilgung der Juden. Als sich aber Heraklius auf seinBündniß mit den Juden berief und den Wortbruch von sich wies, entgegnetendie Mönche: Christus werde ihm die Ausrottung der Juden als Verdienst an-rechnen, und was die Menschen betrifft, so werden sie ihn damit entschuldigen,daß er zur Zeit, als er das Bündniß mit den Juden geschlossen,von ihren Unthaten an den Christen noch nichts gewußt habe:sxouss.tuva sbis.ru ts üs.äisk>unbüorainss, guoä suru tibi odvis.ru sZrsssinruusridus ts sxospsriut (äuässi), c>uc>ä äoio sd ipsis bseburu, sb erä-ps.ru gus.ru soirirllissrs,irb s.ruolisuäs.ru. Hat also Heraklius von der Bethei-ligung der Inden an der Demüthigung der Christen nichts gewußt, so war derVertrag nicht ein Amnestiebrief, sondern ein freies Bündniß iutsr psrss.Indessen ist es unglaublich, daß das, was alle Welt wußte, Heraklius unbekanntgeblieben sein soll. Heraklius zieht nach Jerusalem mit dem Kreuzesholze, dasdie Perser früher in Jerusalem bei der Belagerung geraubt hatten, woran sichdie Juden betheiligt hatten, und er soll mit ihnen ein Bündniß geschlossen haben,im Wahne, die Juden hätten sich während der vierzehnjährigen Occupationneutral verhalten? Das ist ganz unmöglich.

Man müßte also annehmen, daß Eutychius' Bericht von dem Bündnissedes Kaisers Heraklius mit den Juden erfunden ist. Aber dagegen sprechenwieder zwei Umstände. Einmal, das Theophanes selbst darauf hinweist in derErzählung, daß Benjamin von Liberias den Kaiser und sein Heer verpflegt hat.Dann beruht Eutychius' Referat aus einer faktischen Tradition. Dennin Folge des Treubruches des Kaisers gegen die Juden haben die Christen vonJerusalem eine neue Fastenwoche zur Büßung der scheinbaren Sünde (nach ihremSinne) eingeführt. Diese Fasten, welche Hsrakliusfasten hieß mr), wurde,wie Eutychius erzählt, bis in seine Zeit von den koptischen Christen beobachtet.i?rinrsru si-M sssurüi s8pbirns.ns.ir>, sssnninin sUsointnrn sbsbusruub, ingus. Ilsrsslii Arsbis. sssunarsub gno rsrLibbsrsbu.r ipsi bosäsris snivioisbio sb änässornrn ossäss sb ovornra, esssi sb pisoiuin esuin ssäeru s.bsbiusutss, ssgus äs rs in ornnss rsZiouss iitsrss soripssrund.

^.sZ^pbi Oopbibss in Iiuno usgus äisin ss.suniuin iiluäobssrvs.üb tdas. 247). Eine solche Tradition, welche auf einem alljährlichsich wiederholenden Ritus beruht, ist ihrer Natur nach echt historisch. Ist esdemnach unzweifelhaft, daß Heraklius mit den Juden Palästinas ein Bündnißgeschlossen hat, so kann es nicht aus Unkenntniß ihrer Betheiligung an demKriege gegen die Christen geschehen sein. Die Schwierigkeiten löst aber Bar-hebräus' Bericht: Die Perser haben zuerst mit den Juden Frieden gemachtund später auch sie exilirt. Es muß also innerhalb der 14jährigen OccupationPalästinas von Seiten der Perser eine Sinnesänderung vorgegangen sein. DiePerser verfuhren feindlich gegen die Juden, das war Grund genug, um dieJuden zu veranlassen, sich von ihnen, von denen sie so viel erwartet haben mochten,loszusagen und sich wieder dem Kaiser Heraklius zuzuwenden. Heraklius, der