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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

Heraklius mit. Dieser lautete: die Juden hätten noch mehr Christen erschlagenals die Perser: o2ostn ;r> i'rwn '2n^bn stop an (im'2n) onm:. Ziehen wirdie Uebertreibung der Mönche ab, so bleibt doch übrig, daß die Juden mit denPersern gemeinschaftlich die Christen in Judäa bekämpften. Dagegen hatTheophanes zwei Berichte zusammengeschweißt, um die Juden in ein gehässigesLicht zu stellen. Einmal erzählt er: die Perser hätten, wie Einige meinen,90,080 Christen durch die Hand der Juden erschlagen, und gleich darauf:Dennsie (die Juden) haben die Christen gekauft und getödtet (6Iironogrs.xIria,I. 463):

«71^'xrktpkv »,'rons. Die beiden Sätze widersprechen einander. Der erste gehörtaber einer syrischen oder syraistischen Quelle an, wahrscheinlich Malalas, deröfter die syrische Redensart hat: F-»

Barhebräus Abulfarag' hat ebenfalls die Zahl der 90,000 getödteten Christenin Jerusalem, aber er läßt sie nicht von den Juden, und auch nicht durchdieselben, sondern von dem persischen Fsldherrn Schahabara umbringen.Er hat auch einen glaubwürdigen Zug von dem freundschaftlichen Verhältnissezwischen den Juden Palästinas und den erobernden Persern. Er referirt:Zuersthaben die Perser einen Friedens- (oder Freundschafts-)Vertrag mit den Judengemacht, zuletzt haben sie auch dieselben nach Persien exilirt" (OdronioonL^riaorrrnsyrischer Text p 96): nemw nwtn ppe-ri .22 hup, (122222-) 22-22 1,22 202

222t 2.i-:?2 p2b .^1 12-1 (.->"02°) :22p 1:2)2 mini- 1:22^21. Ist schon die Zahlder in Jerusalem allein Umgekommenen übertrieben, so ist es noch ungerechter,sie sämmtlich auf Rechnung der Juden zu setzen. Wir wollen daraus nur dasFactum auSschälen, daß die Juden sich den Persern bei der Eroberung Palästinasangeschlossen haben, ihrem Heere gefolgt sind und bei der Belagerung Jerusalemsthätig waren.

Der Herd der kriegerischen Bewegung der Juden gegen die Christen scheintLiberias gewesen zu sein, und die Seele derselben ein reicher Jude Benjamin.Dieser wird als der größte Feind der Christen Palästinas dargestellt (TheophanesOirronoArapIrin I. 504): k>.»«rypägr/aaval rb'k 1-li' -rrv» oro^oerk-, bii; ar-'roi-s.

fragte Benjamin, warum er feindselig gegen die Christen gehandelt: llr«

«i-rlnr iax»?ra,kks Er antwortete: «s r/Aewr-l; rr/s rrtork«>x

War Liberias Mittelpunkt, so erklärt es sich, warum Eutychius dieJuden von Liberias zuerst nennt unter denen, welche sich dem persischenFeldherrn angeschlossen haben.

Indessen ist noch ein Punkt zu erledigen. Wenn die Juden gemeinschaft-liche Sache mit den Persern gemacht haben, wie kommt es, daß der Haupt-agitator Benjamin den Kaiser und sein Heer so freigebig bewirthet hat, wieTheophanes erzählt? Wie kommt es ferner, daß, wie Barhebräus tradirt, diePerser die Juden Palästinas nach Persien exilirt haben, da sie doch derenBundesgenossen waren? Endlich wird dis Schwierigkeit noch größer, wennwir Eutychius' Bericht hinzuziehen, daß Heraklius mit den Juden ein voll-ständiges Bündniß, einen schriftlichen Vertrag, geschlossen hat.Die Worte desselben lauten, nach kooooirs's lateinischer Uebersetzung (XnnaissII. 340>: Onruigns libsriacisna psrvsnisssb (Hsraolins), sZrsssi ipsnnrlluäasi libsriaäis inoolas, nso non rsZionis Oslilasas sb Pla^arsbliiorrrn rnunsribns, lausig, oonaprsoantss, roZantss ut ssauribs-bsin ipsis