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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Note 8.

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hat, sondern einer seiner Hoftheologen, so hat der Concipient sich offenbar derpatristischen Redeweise bedient, uni den Midrasch zu bezeichnen, den der Kaiserin den Synagogen verbieten wollte. Die Deuterosis ist nichts anderes als dietraditionelle oder midraschische Auslegung der heiligen Schrift.

Durch diese Auffassung tritt erst der eigentliche Hintergrund des Streit-punktes deutlich ans Licht. Die Novelle giebt nämlich unzweideutig die Gegnerder griechischen Partei an, eS waren die -nn), die rroro-

und die Se0«ax«-.n-. oder, wie sie noch richtiger bezeichnet werden, died. h. die Ausleger der heiligen Schrift, die nrnraa ^ 01 . Die Novelleverbietet ihnen bei schwerer Strafe, das Vorlesen aus dem Griechischen durchMachinationen oder Bannflüche zu verhindern:<U ixoaa-r

Sie verbietet denAuslegern'', wenn sie das Hebräische allein vor-lesen, den Sinn zu verdrehen: x«s 7?«y aövoks

-r,)v Mit einem

Worte, die griechische Partei war gegen die agadische Auslegung der vorgelesenenPerikopen und wollte dafür eine einfache wörtliche Uebersetzung derselben.Darum rügt die Novelle in der Einleitung, daß die Jude» sich unvernünftigenAuslegungen der heiligen Schrift hingeben: «,'voö?

DieAgadisten oder Prediger waren aber aus begreiflichen Gründengegen die griechische Uebersetzung. Die agadische Auslegung war also im6. Jahrhundert bei einem Theil der Bevölkerung in Mißkredit gerathcn. Diegriechische Partei, welche an den Kaiser appellirte, scheint dennnciatorisch gegendie Agadisten aufgetreten zu sein, daß sie unwürdige Vorstellungen von Gottverbreiten. Daher drohte der Kaiser mit schweren Strafen denjenigen, welchegottloses Geschwätz" («Siovx xkxoPwv/»s) in die Vortrüge einsührcn, Auf-erstehung und jüngstes Gericht leugnen, und behaupten: das Werk und disSchöpfung Gottes sei durch die Engel geschehen: H -roö Sroü x»r

xrro,«« (<Ua) rovs (Lesart des Haleanderschen Codex). Die

Ilovelle erhalt erst dadurch Sinn und Bedeutung, wenn man annimmt, daß derStreit zugleich für und gegen den Midrasch war.

8 .

Die Krtsteilignng der Juden an Clsosrn's II. Kriegvznggegen Palästina.

Mehrere von einander unabhängige Chronographen erzählen, daß die Judensich dem persischen Heere Chosru's II. angeschlossen und zur Niedermetzelungder palästinensischen Christen beigetragen haben, nur weichen sie bei Angabeder Umstände von einander ab. Eutychius (Jbn-Batrik) erzählt: Als der persischeFeldherr Chawarsijah (.-mim) Damaskus eingenommen und auf Jerusalemlosging, sammelten sich zu ihm die Juden von Liberias, den Bergen Galiläa's,von Nazaret und der Umgegend und waren den Persern behilflich bei der Zer-störung der Kirchen und dem Gemetzel an den Christen: ooebn pnp' (i:n'bn) uxrriop: Linrim oin r, (annalss II. 213). Weiterhin hebt derselbe nocheinmal hervor, daß die Juden sammt den Persern (o-wbn p.v) eine unzähligeMenge Christen in Jerusalem getödtet haben. An einer anderen Stelle >243)theilt Eutychius den racheschnanbenden Bericht der Mönche an den Kaiser