2 ) r'-nw 71222 . Die ersten fünf Abschnitte sind dieselben wie Nr. I, nurdaß bald in dem Einen, bald in dem Andern einige Theile fehlen. Von daab bis zu Ende ist dieser Traktat selbstständig, enthält meistens alte Boraitas,aber auch Talmudisches, und zwar nur aus Jeruschalmi und gar nichts ausBabli. Daher ist es durchaus falsch, dessen Abfassung den Gaonim zu vindi-ciren.- Er ist in Palästina versaßt, enthält auch eigenthümliche Synagogenriten,die in Babylonien ganz unbekannt waren.
3) 121112 2222 lauter Boraitas.
4 ) pd'sn <1222, ebenso.
5 ) ri'2'2 .2222, ebenso.
6) 2'22V 12222, ebenso.
7) 2'N12 12222 enthält lauter alte Boraitas aus dem zweiten Jahrhundertund weiß noch nichts von dem gegen Ende des vierten Jahrhunderts gefaßtenBeschluß, welcher die Samaritaner den Helden gleichstes.
8) 2'2i> 12222, Boraitas.
9) '1222 i-2» 12222, verschieden von dem im Talmud erwähnten 2222-2- '2, einekleine Sammlung (^.ruolr srrb voas bo»). Ebenfalls Boraitas.
10) 222 2222. Dazu gehört auch ein Theil von pi» 722, wie aus einemhandschriftlichen Jalkut hervorgeht (mitgetheilt von Luzzatto Lsrsrn drsirrsä.VII. S. 315 f.). Er enthält alte Boraitas, aber auch Sentenzen aus deramoräischen Zeit.
Diese und andere unbekannt gebliebenen Traktate constituirten, wie ichvermuthe, den Inhalt der „palästinensischen Praxis" p2» '12 22- 2-L---2^»22-', nnd unter den Autoritäten, welche diese Sammlungen ordneten, wirdR' Jonathan, als der letzte, namhaft gemacht. Da das Lsctsr TÄnsäruR' Jonathan nach den letzten Saburäern setzt, so würde diese Ordnung einenallerdings schwachen Haltepunkt bieten, daß derselbe nach 550 gewirkt hat. 'AlsEndzeit kann -man wohl die Ausbreitung des Islam annehmen 650 .
3 .
Die Urrfolgnng -er Inden unter den» persische» KönigKormisdas VI. nnd ihre Ketheiligung an dem Aufstande desUsurpators Kahram Tschubin.
Je mehr man Gelegenheit hat, Scherira's Berichte über die babylonischenoder persischen Juden mit Notizen aus extremen Quellen zu vergleichen, destomehr treten seine Geschichtstreue und Akribie ans Licht. Er tradirt nämlich voneiner Verfolgung der Juden am Ende des persischen Reiches, und zwar»ach R' Giza und Simuna (nach 550 ), wodurch die Lehrhäuser geschlossen, dieLehrtätigkeit gestört wurde, und viele Gelehrte Pumpadita's nach Firuz-Schabur (Anbar) auszuwandern gezwungen waren 1 212^2 7122 ,2222-1 2212- ne- 222
2.2»! '1L> 222 222 2P 2112»1 '2.212 22221 »,22'22 '21.2»1 'P22 P2P27 P2'2' 212 »2l 2''22L».222222 2222 2'12».1 P2'»1 222»L- 22 2 22 ».21'22b »P22.21 N22'22>2 »2'22 2222 »it-'l P22— p"22 212- P2 2-'O22 1222^2 7'O2 '2'2 P2'» 222 »,2'22 2-°>2 »li>'2. Aus den letztenWorten geht hervor, daß diese Verfolgung vor dem seleucidischen Jahr 900 ^.589 stattfand. Diese Thatsache wird durch eine Notiz eines byzantinischenSchriftstellers bestätigt, welche die Bewegung der Juden unter Bahrain Tschubinbeleuchtet. Es ist aus der persischen Geschichte bekannt, daß dieser FeldherrGractz, Geschichte der Juden. V. 23