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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

von königlichem Geblüts, um dem über ihn verhängten Tode von Seiten desTyrannen Hormisdas oder Hormuzd IV. zuvorzukommen, sich gegen ihn empörte,Anfangs für den Thronfolger Chosru Firuz agirte, später aber selbst den Thronbestieg. Chosru Firuz floh nach Konstantinopel und flehte den Kaiser um Hilfean. Nach anderthalbjährigem Aufenthalte am byzantinischen Hofe zog er miteinem griechischen Heere gegen Bahram Tschubin (oder Tschupin), und diesermutzte fliehen (vergl. äs 8aoz^ rusrnoirs sur äivsrsss nuki^uitös äs tu I?srssx. 395 ff. und Richter, Geschichte der Arsaciden und Sassaniden-Dynastie 332 f.).Der byzantinische Historiker Theophylaktos Simokatta, ein jüngerer Zeit-genosse dieser Begebenheiten, erzählt: dis Juden Persiens, welche damals sehrreich waren, haben sich an Bahram Tschubin's Aufstand betheiligt, und ihreHinneigung zu demselben war von bedeutendem Gewichte. Dafür hat derFeldherr des Chosru bei der Einnahme von Machuza viele Jude» dieser Stadt

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kSxa? ->-4oAöpi'/?vv rk x»t rn^crxrov. (Liluosatta V. 7. Ikon f>. 218).

Halten wir den Punkt fest, daß der Beitritt der Juden zu Bahram für ihnvon großem Gewichte war, und daß die persischen Juden damals die Unruhensehr liebten Denn die Schilderung, daß die Juden nichtswürdig

und tyrannisch waren, können wir füglich auf Rechnung von Simokatta's Partei-lichkeit setzen. Fixiren wir die Zeit von Bahram's Ausstand und der Betheiligungder Juden daran, so wird sich daraus ein merkwürdiges pragmatisches Momenrfür die jüdische Geschichte ergeben. Die Chronologie der InterimsregierungBahram's ist nämlich noch nicht kritisch festgestellt. Viele arabische Chrono-graphen zählen nämlich Bahram als Usurpator gar nicht unter die persischenKönige. Gehen wir von sicheren Punkten aus. Chosru'S Sieg über Bahramfand statt im Sommer des Jahres 902 8s1. 591. (Vergl. Simokattaa. a. O. V. 7 p. 211 Zeile 3 und die syrische Chronik bei ^.sssraaiü stibliotstssaorisnb. III. I>. I. x. 411.). Achzehn Monate weilte Chosru am byzantinischenHose. Mirkstonä berichtet nach äs Ls-o^'s Uebersetzung: f?s.rvi^ (Mru?)sxouss, la prinsssss Naris, kills äs 1'sruxsrsur, st lorsgu'il sut passsäix-Uuit raois ü la sour äs ss xrinos, t'srapsreur oräouna. ü son tilsäs partir a.aOovaxs.pfns ä'uns aroass (a. a. O. 398). Rechnen wir die Zeit,welche erforderlich war, daß Bahram von Chorasan, wo er mit seiner Armeestationirte, nach dem Tigris und auf die Hauptstadt Ktesiphon marschirte, ferner,daß der Prinz Chosru eine Armee gegen ihn sammelte, dann die Zeit, welcheverfloß, ehe die beiden Armeen bei Naharawan ins Handgemenge kamen, undendlich die Zeit, welche Chosru brauchte, um mit großen Hindernissen zuerstnach Circesium und dann nach Konstantinopel zu gelangen, so können wirBahram's Empörung ohne Bedenken im Sommer oder Herbst 589 ansetzen:nämlich 18 Monate Aufenthalt am byzantinischen Hofe und noch 6 Monate,im Ganzen zwei Jahre. Ungenau ist nun Mordtmann in Betreff dieser Data. Inseiner Abhandlung über die Münzen mit Pehlwi-Legenden (Zeitschr. d. deutsch-moraenl. Gesellschaft, Jahrgang 1854 S. 116 f.) läßt er Hormisdas regieren579 591 und dessen Sohn Chosru 591628, so daß gar kein Raum fürBahram bleibt. Im Widerspruch damit sind die Bahram-Münzen, die Mordtmann