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Geschichte der Juden.
deten Chalifen Alhakem (976) bekundet. Der Chalifeutitel ruhte zwarscheinbar auf seinem Sohne Hischam, einem schwächlichen Knaben,aber die Macht war in den Händen des Abuamriden MohammedAlmansur, des Schreckens der Christen in ihren nordspanischen Ge-birgen und der Afrikaner in ihren Festungen. Unter diesem moham-medanischen Major-domus erlangte Jbn-Abitur's Anhänger JakobJbn-G'au Ansehen und eine gewisse Macht über die jüdisch-spanischenGemeinden. Der Ursprung seiner Stellung war außerordentlicher Art.Jakob Jbn-G'au und sein Bruder Joseph lieferten für den Hof kost-bare Seidenstoffe und Kriegsfahnen mit kunstvoll eingewebten arabischenSinnsprüchen, Emblemen und Verzierungen. Ihre Seidenwebereienwurden bewundert und gesucht. Da sie wegen ihres Geschäfts Be-rührungen mit Almansur hatten, fanden sie einst im Hofe seinesPalastes eine bedeutende Summe Geldes, welche einige Provinzialenbei erlittener Mißhandlung verloren hatten.
Die Brüder Jbn-G'au nahmen sich vor, die gefundene Geldsummenicht für sich zu verwenden, sondern sie in Geschenken für den jungenChalifen und Almansur anzulegen, um sich dieselben für ihre Partei-sache geneigt zu machen und die Zurückbcrufung des gebannten undverbannten Jbn-Abitur durchzusetzeu. Ihr Vorhaben gelang ihnenauch. Almansur ernannte (um 985) den älteren Bruder Jakob zumFürsten und Oberrichter über sämmtliche jüdische Gemeinden im Reichedes andalusischen Chalifats diesseit und jenseit der Meerenge vonSegelmessa in Afrika bis zum Duero, dem Grenzflüsse des moham-medanischen und christlichen Spaniens. Er allein sollte das Rechthaben, in den Gemeinden Richter und Rabbinen einzusetzen, die Ab-gaben für den Staat und die Gemeindebedürfnisse zu bestimmen undvertheilen zu lassen. Auch äußerlichen Glanz verlieh ihm Almansur.Jakob Jbn-G'au hatte achtzehn Pagen zu seinem Ehrengeleite undfuhr in einem Staatswagen aus. Die Cordovaner Gemeinde, stolzauf die einem ihrer Mitglieder gewordene Auszeichnung, erkannte ihnals Oberhaupt der Gemeinde an, huldigte ihm und übertrug ihm dasRecht, die Würde auf seine Nachkommen zu vererben ^), Die Dichterverkündeten sein Lob. Isaak Jbn-Saul pries ihn und seine Söhnein schwungreichen Versen^), wie früher Chasdai besungen wordenwar. Jbn-G'au verdiente auch den Weihrauch, der ihm gespendetwurde. Er war „Vater der Armen", die er täglich an seineTafel zog. Man nannte ihn auch deswegen den „Spender der
Das.
-) Jbn-G'anach Nikmall sä. Lirellllsira p. 122.