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Jbn-Abitur und Chajug.
künstler Z, dichtete synagogale Stücke für den Versöhnungstag, die vonseinen Landsleuten begierig ausgenommen wurden und die alten Liturgienverdrängten; aber seine Verse sind hart, ungelenk und entbehren voll-ständig poetischer Reize. Er hatte nichts von Dunasch's Poesie gelernt.Joseph Jbn-Abitur verstand auch die arabische Sprache so gründlich,daß er im Stande war die Mischnah in's Arabische zu übersetzen^).Der Chalife Alhakem hatte den Wunsch geäußert, eine Uebersetzungdes Grundbuchs für die jüdische Tradition zu besitzen, und Jbn-Abiturerfüllte ihn zu dessen Zufriedenheit. Der gebildete und wissensfreund-liche Chalife hatte dabei wohl nur den Zweck im Auge, seine bedeu-tende Büchersammlung, deren Verzeichniß allein vierundzwanzig Bändeausmachte, um die den Juden so theure Mischnah zu vermehren. Vondieser Uebersetzung hat sich indeß keine Spur erhalten, indem Alhakem'sNachfolger, ein fanatischer Muselmann, sämmtliche Werke, die nicht einarabisches Interesse hatten, d. h. den größten Theil der Alhakem'schenBibliothek vernichten ließ. — Neben R' Chanoch und Jbn-Abitur gabes damals noch einen bedeutenden Talmudkundigen in Beganna(1>LX6uo) unweit Almaria, Namens Samuel ha-Kohen Jbn-Josiahaus Fez. Vertreter der Sprachwissenschaft und der hebräischen Poesiewaren in der nachchasdaischen Zeit die Jünger Menahem's undDunasch's, die einander mit Epigrammen in Prosa und Versen be-fehdeten (o. S. 316), von denen Isaak Jbn-G'ikatila die Dicht-kunst Pflegte, und Jehuda Jbn-Daud die hebräische Grammatikweiter förderte. Der letzte, welcher die lange arabische NamenreiheAbu-Zacharia Jachja Chajug führte, aus einer fezanischen Familie,hat zuerst der hebräischen Sprachforschung einen festen Grund gegebenund wird als der erste wissenschaftliche Grammatiker anerkannt. Chajugerkannte zuerst, daß die heilige Sprache in der Gestaltung, die sie inder Bibel zeigt, durchweg aus dreiconsonantigen Stämmen besteht,und daß manche Consonanten (die flüssigen, vokalhaften- und gleich-lautenden) verschlungen oder verschmolzen werden und in Vokale über-gehen. Er erklärte damit den Bau der schwachen Stämme und machtees möglich, die Sprachformen und ihre Wandlung zu erkennen undfür die Poesie anzuwenden. Chajug brachte damit eine vollständigeReform in der Behandlung der hebräischen Sprache hervor und lich-
Z Vergl. über seme Poesieen Sachs: religiöse Poesie der Juden in SpanienS. 248 ff. Lobes Ns-asss llsäe 0-s.oniin II. 18 ff. 87. Landshnt ^.muäsLboäs. t>2 f.
2) Fälschlich nehmen Einige an, Jbn-Abitur habe den ganzen Talmudins Arabische übersetzt. Die Hauptquelle, Abr. Jbn-Daud spricht nur von densechs Ordnungen soll, der Mischnah.