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Geschichte der Juden.
den. Beginne der Blüthezeit erhielten einen raschen, lebhaften, tänzeln-den Schritt. Doch legte die hebräische Poesie in der Chasdal'schenEpoche noch nicht ganz ihre Steifheit und Geschraubtheit ab, „dieSänger fingen zu Chasda'i's Zeit erst zu zirpen an", wie ein spätererKritiker unnachahmlich darüber urtheiltZ. Das Lieblingsthema derneuhebräischen Poesie wurde jetzt das Lobgedicht (Lobir-Dsbillub)und die Satyre (Lobär Dolunak); sie pflegten aber auch die liturgischePoesie und verschönerten auch sie mit dem Wohlklange des Versmaßes
Bon den Lebensverhältnissen und dem Charakter der zwei erstenBegründer der andalnsisch-jüdischen Cultur ist nur wenig bekannt. So-viel sich aus dem vorhandenen Material entnehmen läßt, war Menahemb. Saruk aus Tortosa (geb. um 910 st. um 970) von Hause aus indürftigen Umständen, mindestens reichte sein väterliches Erbe nicht zuseinem Lebensunterhalte aus. Chasdcn's Vater Isaak nahm sichseiner .an und verhütete, daß nicht Sorgen dessen Geisteskeim erstickten.Menahem setzte daher Isaaks Edelmuth ein poetisches Denkmal in derSynagoge, welche derselbe hatte bauen lassen. Nach dessen Tode dich-tete Ben-Saruk ein rührendes Klagelied auf ihn, das die Gemeinde-glieder zum ehrenden Andenken an den Verblichenen während derTrauerzeit recitirten ^). Das Studium der hebräischen Sprache warseine Lieblingsbeschäftigung. Er benutzte dazu die Arbeiten von Jbn-Koraisch, Saadia und andern, wohl karäischcn Grammatikern. Aberden edlen hebräischen Styl lernte er nicht von ihnen, das war seinangeborenes Talent. Menahem kann als der erste hebräische Stylistangesehen werden, und er übertraf noch Abulsari Sahal darin.
Als Chasda't zur hohen Stellung gelangt war, berief er denSchützling seines Vaters nach Cordova mit schmeichelnden Worten und
*) Abraham Jbn-Daud Lotsr lls,-Xabbalab. Ende: meon mioo 'vor
-) Von Dunasch Ben-Labrat wird ausdrücklich ein metrisches Pijutmitgetheilt, Dukes dlaollsl Lsckumüu x. 7 oben. Außerdem kennt manzwei metrische Stücke, welche das Akrostichon Dunasch tragen, und da keinanderer Dichter dieses Namens bekannt ist, als eben D. Ben-Labrat, so ge-hören sie sicherlich ihm an: vergl. Landshut ^.muäs lla-^bocks, x. 61. DieJünger Menahem's theilen in ihrer Polemik gegen ihn metrische Pijutim vonDunasch mit (bei Pinsker I-Luts x. 166). Zunz' Urtheil, daß „der neu-hebräische Versbau in der ersten Zeit nur auf die weltliche Poesie be-schränkt blieb" und daß Jbn-Gebirol zuerst das Metrum in die synagogalePoesie eingeführt habe, ist demnach zu berichtigen. (Synagogale Poesie S. 216).Zunz geräth auch hierbei mit sich selbst in Widerspruch.
2) Menahem's Sendschreiben, mitgetheilt von S. D. Luzzatto in Lsb llu-Osur p. 31 u.