Saadia.
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Maschiach, Verfasser eines Praktisch-religiösen Werkes, schrieb eineeigene Abhandlung gegen den Fajumiten*).
Wenn die karäischen Schriftsteller glaubten, durch heftiges Polternund Schmähen Saadia zum Schweigen zu bringen, so hatten sie sichgeirrt. Er blieb ihnen die Antwort nicht schuldig, rechtfertigte seineBehauptungen und war stets schlagfertig. Zwei polemische Schriftenerließ er noch gegen das Karäerthum in arabischer Sprache, eine Schriftder Unterscheidung (Dawjm) und eine gegen Jbn-Sakwijah ^).Sämmtliche gcgenkaräische Arbeiten Saadia's sind ein Raub der Zeitgeworden und nur aus der Erinnerung Späterer bekannt. Ueberhaupthaben sich von Saadia's Schriften nur wenige erhalten; selbst seinetalmudischen Arbeiten, die methodisch angelegt waren, sind untergegangen:eine Einleitung in den Talmud, Uebersetzungen der Mischna und einearabische Abhandlung über civilrechtliche und rituelle Themas. SeineLeistungen verbreiteten aber seinen Ruf in den Gemeinden des afri-kanischen und des morgenländischeu Chalifats. Der greise IsaakIsraeli (o. S. 236) las mit Gier Saadia's Schriften und sein JüngerDunasch b. Tamim verschlang sie^). Auch nach dem Sitze desGaonats war Saadia's klangvoller Name gedrungen und lenkte dieAufmerksamkeit der Stimmführer auf ihn.
Die suranische Hochschule war nämlich in klägliche Verkümmerunggerathen, und es war ein solcher Mangel an gelehrten Männern ein-getreten, daß der Exilarch David b. Sakkai genöthigt war, einen Webervon Profession mit der Gaonwürde zu bekleiden, mit Namen Jom-Tob Kahana b. Jakob (Hai b. Kima'i). Allein dieser starb nachzweijähriger Funktion (926—28). Der pumbaditanische Gaon Kohen-Zedek, der seiner Hochschule die ausschließliche Geltung zuzuwendensich bestrebte, hatte den Exilarchen, mit dem er wieder versöhnt war,bestimmt, die suranische Akademie ganz eingehen zu lassen, den Restder Mitglieder nach Pumbadita zu versetzen, und einen Titular-Gaonvon Sura zu ernennen, der seinen Sitz in Pumbadita haben sollte.Schon war ein Sohn eines pumbaditanischen Gaon Namens Nathanb. Jehuda'l mit dieser Titularwürde bekleidet, als er plötzlich starb ^).Sein plötzlicher Tod scheint von den Zeitgenossen als ein Fingerzeigangesehen worden zu sein, daß es ein sündhaftes Beginnen sei, diealte ehrwürdige Hochschule von Sura eingehen zu lassen. Der Exilarch
*) Sendschreiben des Sahal Abulsari.
2) Note 2V.
2) Ebend. b. Tamim in dessen Jezirah-Eommentar zum Theil abgedrucktOrient. Literbl. Jahrg. 1865 aol. 563.
ch Nathan Babli in Jochasin, Scherira Sendschreiben.
Graetz, Geschichte der Juden. V.
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