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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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David b. Sakkai und Kohen-Zedek.

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giums verließ darauf Kohen-Zedek und ging zu seinem Gegner über,ein anderer Theil hielt aber fest an ihm. Wiederum entstanden inner-halb der pumbaditanischen Hochschule Zänkereien, worüber die Besserenim Volke wehmüthig seufzten. Der Streit zwischen dem Exilarchateund Gaonate, der in alle Kreise des jüdisch-babylonischen Gemein-wesens drang, dauerte beinahe zwei Jahre.

Ein Blinder, wegen seiner Frömmigkeit von Allen geachtet,Nissi Naharwani, dem die Zwietracht zwischen dem Exilarchenund dem Gaon tief zu Herzen ging, unternahm es, eine Versöhnung her-beiznführen. In später Nachtzeit tappte er sich durch mehrere Räume,bis er zu Kohen-Zedek's Stndirzimmer gelangte, der über das plötz-liche Erscheinen des würdigen Blinden in mitternächtlicher Stundebetroffen war. Nissi wußte dem erbitterten Kohen-Zedek so sehr zuHerzen zu reden, daß er ihn zur Versöhnlichkeit geneigt machte. Vonihm begab er sich znm Exilarchen David und verkündete ihm, daßsein Gegner bereit sei, ihn anzuerkennen und mit ihm zusammen zukommen. In Sarsar (eine halbe Tagereise südlich von Bagdad)trafen David und Kohen-Zedek mit ihrem beiderseitigen Gefolge zu-sammen, schlossen Frieden, und Kohen-Zedek mit seinem Collegium gabdem Exilarchen das Ehrengeleite bis Bagdad (Herbst 92lT). Daviderkannte hierauf Kohen-Zedek als gesetzmäßigen Gaon von Pnmbaditaan, aber der Gegen-Gaon Mebasser mochte sich nicht unterwerfen undschied mit seinen Parteigenossen aus dem Lehrhause bis an sein Ende(925 2). Kohen-Zedek, dem der Plan, das Exilarchat aufznlösen, miß-lungen War, erlebte noch, wie auch die von ihm gedemüthigte Hoch-schule von Sura durch einen Mann aus fernem Lande neuen Glanzempfing und Pumbadita einige Jahre verdunkelte.

h Nathan Babli a. a. O.

2) Scherira Sendschreiben.