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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

seine Retterin geworden. Allein Kohen-Zedek und seine Parteigenossenließen Ukba den Triumph nicht lange genießen. Durch Geldbestechnngund Jntrignen setzten sie es bei den ihnen günstigen Höflingen durch,daß er zum zweiten Male seiner Würde entsetzt und zum zweitenMale in die Verbannung geschickt wurde. Aber damit er sich nichtwieder in Gunst setzen sollte, wurde er aus dem ganzen morgen-ländischen Chalifenreiche verbannt und mußte nach dem jüngst ge-gründeten Reiche der Fatimiden in Afrika, nach Kairnan, fliehen. Hier,wo der Arzt und Philosoph Isaak Israeli in hohem Ansehen fland,wurde Ukba mit Liebe empfangen und in hohen Ehren gehalten. Diekairuanische Gemeinde behandelte ihn als Exilsfürsten, baute für ihneinen erhöhten Ehrensitz in der Synagoge und machte ihn die Krän-kungen vergessen, die er im Lande seiner Väter erfahren hatte (um 919).Er war der zweite Exilsfürst, der nach Kairnan auszuwandern ge-zwungen war.

Da Kohen-Zedek in Ukba nicht so sehr die Person als vielmehrdie Exilarchenwürde bekämpft hatte, weil sie der Machtvergrößernngder pnmbaditanischen Hochschule im Wege war, so sorgte er dafür, daßkein Nachfolger ernannt wurde. Er wollte das Exilarchat ganz undgar erlöschen lassen. Sein zeitgenössischer Gaon von Sura, Jakob b.Natronai, war entweder zu ohnmächtig oder zu befangen, diesemPlane entgegen zu handeln. So blieb die Exilarchenwürde ein oderzwei Jahre ohne Träger. Indessen wenn gleich das Exilarchat derpnmbaditanischen Hochschule und ihrem Vertreter verhaßt war, so hingdoch das Volk daran aus Gewohnheit und mit seinen Erinnerungenan das davidische Hans. Es mochte dessen nicht cntrathcn und drangans die Wiederbesetznng der Würde. Dadurch ermannte sich auch dersurnnische Gaon zum selbständigen Handeln und wollte sich nicht längerals willenloses Werkzeug für Kohen-Zedek's Ehrgeiz hergeben. DasVolk verlangte ungestüm David b. Sakkat, einen VerwandtenUkbäs, zum Exilsfürsten; auch der einflußreiche Netira war für ihn^),und das ganze Collegium der suranischen Hochschule huldigte ihm(921) in Kasr, seinem Wohnorte. Kohen-Zedek und das pumbadi-tanische Collegium versagten ihm aber die Anerkennung. David b.Sakka'i war indessen ebenso entschieden und ehrgeizig wie sein Gegnerund fest entschlossen, sich in seiner Würde zu behaupten. Er erklärtevermöge seiner Machtvollkommenheit Kohen-Zedek seiner Stellung alsGaon entsetzt und ernannte an seiner Statt einen R'Mebass er (oderMekasser) zum Gegcn-Gao». Ein Theil des pnmbaditanischen Colle-

i) Folgt aus Nathan Babli's Bericht.