Ukba und Kohen-Zedek.
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vertraut war und selbst arabische Lieder zu dichten verstand. Kohen-Zedek verlangte, daß die Besetzung der Richterstellen in den Gemeindendes Landes Chorasan und die Einkünfte von denselben der pumba-ditanischen Hochschule zustehen sollten. Ob Chorasan früher zu Pnmba-dita gehört hatte und von den Exilarchen ihm entzogen worden war(so daß Kohen-Zedek nur ein früher besessenes Recht geltend machte),oder ob er es ohne Rechtsanspruch that, das ist nicht zu entscheiden.Ukba wollte seiner Würde nichts vergeben und appellirte an denChalifen. Kohen-Zedek hatte aber Freunde in Bagdad, welche Einflußbei Hofe hatten, unter Anderen die schon genannten Joseph b. Pinehasund Netira. Diese brachten es dahin, daß der Chalife Almnktadir(regierte 908—932) oder richtiger der Wesir Jbn-Fnrat — da derChalife sein Leben in Schwelgereien zubrachte — Mar-Ukba seinerWürde entkleidete und aus Bagdad, wo seine Residenz war, verbannte(917 Z. Der Exilarch ging nach Karmisin (Karmanschah, fünf Tage-reisen östlich von Bagdad), und Kohen-Zedek war froh, daß die Exil-archenwürde hier aufgehoben war. Der schwache Präsident von Snra,Jakob b. National, ließ diese Eingriffe ohne Widerspruch geschehen.
Indessen war ein Zufall dem verbannten Exilarchen günstig,daß er Kohen-Zedeks Pläne durchkreuzen konnte. Der jugendlicheund vergnügungssüchtige Chalife kam gerade zur Zeit ebenfalls nachKermanschah, welches in einer paradiesischen Gegend lag und von demChalifen durch Kunstbauten verschönert worden war. Da konnte erdie Regiernngssorgen und die Jntriguen der auf einander eifersüchtigenHöflinge vergessen. Auf den Spaziergängen des Chalifen pflegte ihnder verbannte Exilarch Ubka mit wohlgesetzten arabischen Versen zubegrüßen und zu lobpreisen. Seine Verse erschienen nun Almnktadir'sSecretair so trefflich, daß er es der Mühe Werth hielt, sie aufzu-zeichnen und den Chalifen darauf aufmerksam zu machen, welchenreichen Wechsel der jüdische Dichter in das einfache Thema der Hul-digung zu bringen vermochte. Die Poesie war unter den Arabern sohoch geschätzt, daß kein noch so roher Herrscher ganz unempfänglich dafürwar. Almnktadir ließ darauf den dichterischen Exilarchen zu sich ent-bieten, unterhielt sich mit ihm, fand Gefallen an ihm und fragte ihnzuletzt, welche Gunst er ihm gewähren könnte. Ukba wünschte nichtssehnlicher als in seine Würde wieder eingesetzt zu werden, was ihmder Chalife auch gewährte. Zum Erstaunen seiner Gegner kehrte ernach einjähriger Verbannung wieder nach Bagdad zurück und tratwieder in seine hohe Stellung ein (um 9l8). Die Dichtkunst war
ff Vergl. Note 12, Nr. 7.