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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Das pumbaditanische Gaonat.

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starb aber einen Monat später, und mit ihm wurden die ange-sehensten Mitglieder des Collegiums, wahrscheinlich in Folge einerSeuche, dahingerafft (896 *). Die suranische Hochschule wählte zwarihren neuen Gaon in der Person des Har b. Nachschon (fungirtebis 906), aber ihre Bedeutung war dahin. Wenn auch vom Aus-lande noch Anfragen an dieselbe gerichtet wurden, in Babylonien selbstgalt die Schwester-Akademie als Hauptträgerin der Autorität undhatte am meisten Einfluß. Dieser Einfluß steigerte sich noch durchdie Wahl eines Gaons von Pnmbadita, der bis dahin Rabbiner undRichter in der Hauptstadt des Chalifats war^), Hat b. David (890bis 897). Gerade in dieser Zeit, zu Ende des neunten Jahrhunderts,gewannen die Juden wieder eine ehrenvolle Stellung im Chalifateunter dem Chalifen Almntadhid (892 902). Sein Wesir undReichsverwcser Ubaid-Allah Jbn-Suleiman stellte Inden undChristen als Beamte im Staate an. Als ihn einst der Chalife darüberzu Rede stellte, erwiderte Ubaid-Allah:Nicht aus Hinneigung zumJudenthume oder Christenthume habe ich die Ungläubigen zum Staats-dienste befördert, sondern weil ich sie für deine Dynastie treuer fandals die Mohammedaner" fl. Almntadhid bemerkte ihm zwar, er mögees nur bei Christen bewenden lassen, die Juden aber von Staats-ämtern ausschließen, weil sie im Glauben lebten, Macht und Herr-schaft werde dereinst zu ihnen übergehen; aber Ubaid-Allah kehrte sichnicht daran. Bei der Begünstigung der Juden von Seiten desWesirs gewann am meisten die Gemeinde Bagdads. Angesehene Judendieser Stadt waren in dieser Zeit Joseph b. Pinehas und seinSchwiegersohn Netirafl. Da nun Hai b. David eine Zeit lang inder Hauptstadt fungirt und sich bei der Gemeinde beliebt gemachthatte, wurde er als Gaon von Pnmbadita von den einflußreichstenMännern in seinem Vorhaben unterstützt, der pumbaditanischen Hochschuledas Uebergewicht zu verschaffen. In demselben Sinne wirkten seineNachfolger Ki moj b. Achai (897906) und Mar Jehudaib. Samuel<906917), welche ihre Laufbahn ebenfalls mit dem Rabbinate vonBagdad begonnen hatten fl und von den Großen dieser Gemeinde ge-

9 Scherira Sendschreiben.

fl Isaak-Jbn-Giat, mitgetheilt aus einem Manuskript von Derenburg inGeiger's Zeitschrift Jahrg. V. S. 398, Note 2. (Wurde bereits edirt vonBamberg, Fürth 1861; die Stelle findet sich I. Bl. 63 a,. (H.).)

fl Llarss im Leben des Patriarchen Johannes bei XossruLni didliotdsoa,srlsnlalis N. III. pars 2. ätsssrtaUo äs 8yits Ussboriauis x. X6VI. I.

fl Bericht des Nathan Babli in Jochasin.

fl Folgt aus dem Cilat des Isaak Jbn-Giat a. a. O.