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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Isaak Israeli.

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Als Arzt und medicinischer Schriftsteller war Isaak Israelibedeutend und trug zur Entwickelung der Arzneiwissenschaft Manchesbei; als Philosoph aber hat er nicht viel geleistet. Seine Schriftüber dieBegriffsbestimmungen und Beschreibungen" zeigt lediglichden Eingang zum geheimnißvollen Tempel der Philosophie.

Er verfaßte auch einen philosophischen Commentar zu demSchöpfungskapitel in der Genesis (von dem noch ein Bruchstück vor-handen ist), aber mehr um Naturgeschichtliches und Philosophischesweitschweifig auseinanderzusetzen, als um den Sinn der Schrift zuergründen 2). Auch mit hebräischer Sprachforschung scheint er sichbeschäftigt zu haben, aber eben nur obenhin^). Seine Vorträgewirkten indeß eindringlicher als seine Schriften auf seine Zuhörer ein.Er bildete zwei Jünger aus, einen mohammedanischen Abu-G'afarJbn-Algezzar, der auf dem Gebiete der Arzneikunde als eineAutorität anerkannt wird^), und einen jüdischen, Dunasch b. Tamim,der im Geiste seines Meisters weiter wirkte. Isaak Israeli wurdeüber ein Jahrhundert alt und überlebte noch seinen Gönner, denChalifen Ubaid-Allah, der sich den Tod zugezogen, weil er auf denRath seines jüdischen Leibarztes nicht hören wollte. Als IsaakIsraeli ins Grab stieg (um 940^), war unter den rabbanitischen

i) Nur noch in schlechter lateinischer Uebersetzung vorhanden in der Samm-lung oxers. omräs.. Maimuni's hartes Urtheil über I. Israeli als Philosoph(Briefsammlung. ^.rnst. 14b) ist gerecht.

ff Jbn-Esra Einleitung zum Pentateuchcommentar. Ein Bruchstück daraushat Senior Sachs mitgetheilt Orient. Jahrg. 1850, Nr. 11. Jsaak's weitläu-figer Commentar zum ersten Kapitel der Genesis hieß ksrusob oder auch8sksr ässirsb, und daraus entstand der Jrrthum, derselbe habe einenCommentar zum Buche Jezirah geschrieben: vergl. S. Sachs Lsrsva sbsrusäJahrg. 1853. S. 67. Auch Menahem b. Saruk nennt die ersten Kapitel derGenesis 8stsr äsLirot (. b'ilixorvski S. I6a). Der Commentar znm BucheJez., welcher in so verschiedenen Uebersetzungen vorhanden ist, gehört wederIsaak Israeli, noch Jakob b. Nissim an, sondern Dunasch b. Tamim, wie Munkin nobivs sur ^.boulvvsllä x. 44 ff. mit Recht, aber nicht entschieden genugaufgestellt hat.

ff Folgt aus Dunasch b. Tamim's Jezirah-Commentar, Fragment beiDukes I^onbrss bavasssorsbb (Tübingen 1846) S. 9 Note und S. 73.

'ff Wüstenfeld, Geschichte der arabischen Aerzte Nr. 120.ff Jbn-Abi Osaibia (bei äs 8s.o^ a. a. O.) giebt an, Isaak Israeli istüber 100 Jahre alt geworden und gestorben gegen 320 der Hegira 932Said Jbn-Saad Alkortobi (o. S. 236 Anm. 2) dagegen setzt seinen Tod 330der Hegira. Die Differenz liegt in der Verwechselbarkeit der arabischen Zahl-zeichen 20 und 30. Welche Zahl die richtige ist, entscheidet eine ältere Quelledes Tarich des Jbn-Hamad, welches erzählt, Isaak Israeli habe den ChalifenObaid-Allah überlebt und ihm vergeblich abgerathen, ein Brechmittel zu nehmen.