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5 (1895) Geschichte der Juden vom Abschluß des Talmuds (500) bis zum Aufblühen der jüdisch-spanischen Kultur (1027)
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Geschichte der Juden.

wissenschaftliche Unterredungen mit dem bedeutendsten arabischen Ge-schichtsschreiber MaßudiZ.

Einen bedeutenden Namen hat Isaak b. Suleiman (SalomosIsraeli (geb. um 845, st. 940), als Arzt, Philosoph und hebräischerSprachforscher. Isaak Israeli stammte aus Egypten und wurde vondem letzten aghlabitischen Fürsten Ziadeth-Allah als Leibarzt nachKairuan berufen (um 904). Dieser Fürst hatte Freude an Possen-reißerei und sophistischen Disputationen und hielt sich zu diesemZwecke einen Griechen, Jbn-Hubaisch, der eine Fertigkeit in der hohlenSophisterei seiner Landsleute hatte. Als er einst durch Zungen-drescherei den jüdischen Leibarzt in Gegenwart des Fürsten in Ver-legenheit bringen wollte, dieser ihm aber Schlag auf Schlag ent-gegnete und ihn zum Schweigen brachte, kam Isaak in besondereGunst des Ziadeth-Allah. Als der Gründer der fatimidischen Dynastie,Ubaid-Allah, der messianische Imam (Almahdi, welcher der Sohneiner Jüdin gewesen sein soll), den Aghlabiten - Fürsten besiegte undein großes Reich in Afrika gründete, trat Isaak Israeli in seineDienste und genoß seine volle Gunst (909 933). Er hatte einenbedeutenden Ruf als Arzt, und ein Kreis von Zuhörern sammeltesich um ihn. Auf den Wunsch des Chalifen Ubaid-Allah schrieb eracht Werke über Medicin, von denen das beste, nach dem Urtheil vonSachverständigen, das über die Fieber sein soll. Der Verfasser warauch am meisten stolz darauf. Er war nämlich nie verheirathet, undals ihm seine Freunde wegen seiner Kinderlosigkeit tadelten, daß seinName mit ihm aussterben würde, erwiderte er: seine Leistung überdie Fieber werde mehr als Nachkommen seinen Namen verewigen ^).Und er hatte es richtig geahnt. Seine medicinischen Schriften wurdenspäter ins Hebräische, Lateinische und zum Theil ins Spanische über-setzt und von Heilkünstlern mit vielem Eifer studirt. Ein christlicherArzt, der Gründer der Salerner medicinischen Schule, beutete Jsraeli'sWerke aus und eignete sich einige seiner Schriften als Plagiator an^).

9 Maßudi bei äs 8s.oz- Ollrsstoinabllis s-rabs I. 340. 51:Es hörteSaid der Fajumite bei Abuh-Kethir:" 2 mo > 2 »» >urs 28 -vpv 82 p 2 p n»::.Dazu äs 8aoz?: ^^.bon-Xsbllir, äootsur just, avso lsgusl Nassnät avsäbsontsnn äs8 oontrovsrsss sn Ualssttns."

2) Jbn-Abi Osaibia bei äs 8ae^, Abdelatif. 43 ff. Sanach Jbn-SaadAlkortobi bei Abraham b. Chasda'i Einleitung zu seiner Usbersetzung einesWerkes von Isaak Israeli, mitgetheilt Orient. Literbl. Jahrg. 1843, S. 231;Jahrg. 1849 S. 657 f.; Onrvaol^ lltstoirs äs insäsoins snits p. 384.

2s Sieben seiner Werke sind in lateinischer Sprache übersetzt vorhandenunter dem Titel: Opsrs, Isaet l^on 1515. Der lateinische llebersetzer warder Mönch Constantin aus Charthago st. 1087, dem der Herausgeber vorivirft,ein Plagiat an Israel: begangen zu haben.