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Geschichte der Juden.
Sura (881—89), Zemach's Zeitgenosse. Auch er schrieb Erklärungenüber dunkle Stellen im Talmud, aber nicht in alphabetischer Ordnung,sondern zu den Traktaten*). Berühmt hat sich Nachschon gemachtdurch das Auffindeu eines Schlüssels zum jüdischen Kalenderwesen,daß nämlich die Jahresordnung und die Feste sich nach einem Kreis-lauf von 247 Jahren wiederholen, und daß demnach die Jahres-formen unter vierzehn Rubriken gereiht werden können. DieserSchlüssel ist bekannt unter dem Namen Cyklus des R'Nachschon(lAgul äi R'Lavbsobon 2). Wahrscheinlich ist auch dieser NachschonVerfasser der Chronologie der talmudischen und saburäischen Epocheunter dem Titel: „Reihenfolge der Tanaim und Amoraim"(8eäsr Tanaim rv'^moraim), verfaßt 884 oder 87 ^). Der chrono-logische Theil ist indessen in dieser Schrift Nebensache, der Hauptzweckderselben ist, Regeln anzugeben, wie aus der talmudischen DiskussionResultate für die Praxis erzielt werden können.
Der dritte Schriftsteller aus dieser Zeit war R'Simon ausKahira oder Misr in Egypten, der zwar kein officieller Würden-träger der babylonischen Hochschulen war, aber als Zuhörer derselbenim Stande war, ein Compendium über den ganzen Kreis desRituellen und Religiösen zu verfassen (um 900*). Dieses Werk hatden Titel: die großen Halachot (Lataobot goäolot) und sollte eineErgänzung zu R'Jehudai's ähnlichen Leistungen sein (o. S. 174).Aber der Verfasser war nicht im Stande den reichen, verschieden-artigen Stoff zu bewältigen und übersichtlich zu ordnen. Seine Arbeitist weder erschöpfend noch abgerundet. R'Simon aus Kahira wareiner der ersten, der die traditionelle Zahl von 365 Verboten und248 Geboten vollständig aufzuzählen versuchte, hat aber dabei manche
*) Lssxonsa Laonim sä. Oasssl Anfang und Ende vergl. Rapoports'Einleitung dazu.
2) Gedruckt zusammen mit -irw ri-iuir von Joseph den Schemtob ben Josua,152t. Vergl. darüber LoaU^sr äs smsnäabions tsmporum II. und 132 ff.und Lrurrmtäo Oalsnäario Lbrai'oo psr vsntä sseoli. Padua 18-18.
2) Die Zeit der Abfassung spricht entweder fiirZemach oder Nachschon,da aber der Vers ein Suraner war, so scheint das Lsäsr Tanaim Nachschonanzugehören, wenn es überhaupt von einem Gaon stammt. Es wurde edirtvon Luzzatto 1839 in Lsrsm Obsmsä IV. 184 ff.
4) Vergl. darüber Frankel's Monatsschrift Jahrg. 1858. S. 217 f. undJahrg. 1882 S. 472, die Lai. Lsäolot werden zuerst von Saadia citirt; dasCitat bei b. Koraisch ist interpolirt, da derselbe Karäer .war (wie die Kritikfestgestellt hat). Gedruckt ist das Werk Venedig 1550, Wien 1810. (Gegendas Karäerthum von b. Koraisch vergl. sirankel's Monatsschrift Jahrg. 1881,S. 470 - 473 und Jahrg. 1882, S. 13. (Vergl. auch S. 472 — 475 über La-lasbot Lsäolot) (H.)j.